Blattläuse im Gemüsebeet: Die Möhrenwurzellaus

Möhrenwurzellaus - Möhrenwurzelhalslaus

Igitt, was sehe ich da im Hochbeet: Die Möhrenwurzellaus befällt meine Möhren!

In diesem Jahr habe ich es an allen Ecken und Enden im Garten mit Blattläusen zu tun. Bisher waren es vor allem grüne Blattläuse an meiner Artischocke, an Obstbäumen und Rosen sowie Bohnenblattläuse an den Dicken Bohnen. Meine bewährte Rapsöl-Wasser-Lösung hat bisher gegen diesen Befall gut geholfen.

Und da sehe ich plötzlich in meinem Hochbeet zahlreiche, dicht an dicht sitzende Läuse an den Möhren. Sie tummeln sich direkt oberhalb der Erde am Wurzelhals der noch jungen und zarten Möhren. Hier ist es windgeschützt und durch das üppige Grün der Pflanzen konnten sie sich schnell und unbemerkt verbreiten. Doch damit ist jetzt Schluss! Schließlich will ich meine Möhren irgendwann ernten und nicht von Läusen zerfressen sehen.

Möhrenlaus Wurzellaus

Möhrenwurzellaus im Hochbeet

Möhrenzwurzellaus und Möhrenwurzelhalslaus

Bei Möhren wird übrigens in zwei unterschiedliche Arten von Wurzelläusen unterschieden:

Möhrenwurzelläuse befallen die Wurzeln des Gemüses und sitzen in dichten Kolonien.

Möhrenwurzelhalsläuse sitzen direkt am Wurzelhals. Durch das Saugen an der Pflanze entstehen Wachstumsstockungen, was logischerweise die Möhren schwächt und der Ertrag entsprechend gering ausfällt. Übrigens befällt diese Läuseart neben Möhren auch Petersilie und Sellerie.

Die Läuse sind gelblich bis grau und wie andere Blattläuse auch nur etwa 1,5-2,5 mm groß. Oft erkennt man den Befall zuerst daran, dass rund um die befallenen Pflanzen zahlreiche Ameisen herumwuseln. Denn Möhrenwurzelläuse scheiden Honigtau aus, was Ameisen anlockt.

Was also tun gegen die Möhrenwurzellaus?

Hilft auch hier die Behandlung mit der Öl-Wasser-Lösung? Leider wird das nur bedingt helfen, denn die Läuse befinden sich – je nach Art – zum Teil unter der Erde. Die Läuse, welche sich am Wurzelhals und am Grün der Möhren aufhalten, kann man damit behandeln. Oder man streift sie mit der Hand ab. Das ist wie immer abhängig von der befallenen Menge an Pflanzen. Bei wenigen Gemüsereihen lässt sich das pima handhaben. Im großen Gemüsegarten ist das eine zeitraubende Angelegenheit. Zudem wird man nicht alle Läuse erwischen, da sie sich, wie gesagt, zum Teil unter der Erde befinden. Aber zumindest lässt sich so die Ausbreitung eindämmen und die Ernte zum Teil noch retten. Außerdem sollte die Erde möglichst gut gelockert und gewässert werden. Eine kräftige Dusche kann die Möhrenwurzellaus vertreiben!

Wenn doch noch einige der Möhren geerntet werden können, dann wascht sie auf jeden Fall gut ab, denn neben den Wurzelläusen könnte noch Honigtau an den Wurzeln kleben.

Wurzelläuse an Möhren

Tipp: Vorbeugend kann man die Gemüsebeete mit Kulturschutznetzen gegen Pflanzenschädlinge schützen. Auch Nützlinge wie Kurzflügelkäfer, Laufkäfer und Hundertfüßler sind hilfreiche Gesellen, denn sie fressen Wurzelläuse. Nützlinge kann man gezielt einsetzen oder man bietet ihnen durch einen abwechslungsreichen Garten natürliche Räume, wodurch sie sich ganz natürlich im Garten vermehren können.

Sandra

Warum es die Grüneliebe gibt? Weil ich mit Leidenschaft in meinem Garten bin und frische, gute Lebensmittel liebe. Meine Erfahrungen und Erlebnisse gebe ich euch auf grüneliebe.de weiter und hoffe euch damit zu inspirieren. Viel Spaß beim Lesen und Stöbern!

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