Der Herbst ist da | Gartenarbeit im Oktober

Gartenarbeit im Oktober - Gemüsegarten

Nach einem wundervollen Sommer ist es nun tatsächlich soweit: Der Herbst ist da, doch im Garten ist keineswegs Schluss. Es steht noch viel Gartenarbeit im Oktober an.

Die Tage werden kürzer, bald wird die Sommer- auf die Winterzeit umgestellt und die Nächte werden richtig kalt. Das merkt man auch im Gemüsegarten. So manche Sorten versuchen mit aller Kraft das Unaufhaltbare abzuwenden. Selbst meine Tomaten, die ich bereits vor einigen Wochen gestutzt habe, gehen wieder in die Blüte. Der Rosenkohl, ein typisches Herbstgemüse, wurde von der Weißen Fliege und dem Kohlweißling mächtig maltretiert. Er steht nun fast blattlos da und ich hoffe sehr, dass die Kraft der Pflanzen noch für eine einigermaßen gute Ernte ausreicht. Kürbis und Zucchini sind weitestgehend vom Mehltau dahingerafft und die Melonen abgeerntet. Die Bohnenernte ist noch in vollem Gange und ich freue mich so über meine schönen Stangenbohnen. So langsam kann ich mich an die Süßkartoffelernte wagen. Zum ersten Mal in diesem Jahr habe ich das Gemüse gepflanzt und ich bin sehr gespannt, was sich unter der Erde getan hat.

Gartenarbeit im Oktober - Gemüsegarten_1

Gartenarbeit im Oktober - Gemüsegarten_1

Der Gemüsegarten hat seine beste Zeit in dieser Saison hinter sich. Einige Herbst- und Wintersorten wie späte Radieschen, Chinakohl, Spinat und Winterportulak werden uns noch einige Wochen begleiten. Aber soll es das dann gewesen sein? Ist die Gartenarbeit für dieses Jahr zu Ende?

Gartenarbeit im Oktober – holt die Schippen aus dem Schuppen!

Der Oktober ist ein richtig intensiver Gartenmonat. Es steht einiges auf dem Programm, also hoffen wir auf sonniges Herbstwetter und nicht zu kalte Nächte.

Oktober im Gemüsegarten

Im Gemüsegarten ist neben Ernten leider wirklich nicht mehr viel zu tun. Bis Ende September kann man noch Radieschen, Feldsalat, Spinat, Pflücksalat, Rukola säen und Jungpflanzen von Brokkoli- oder Grünkohl pflanzen. Allerdings sollte man Nachts, wenn die Temperaturen Richtung 0 Grad gehen mit einem Vlies oder einer Frühbeethaube abdecken. Außerdem kann man jetzt noch Knoblauch pflanzen. Meiner Erfahrung nach ist es immer sehr wetterabhängig, ob die späte Aussaat noch etwas wird. Mancherorts ist es milder, da stehen die Chancen auf spätes Gemüse wirklich gut. Alternativ kann man in freie Gemüsebeete Gründüngung säen, die den Boden für die kommende Saison verbessert. Dazu lest ihr mehr in meiner Beitragsreihe Gründündung im Gemüsegarten.

Gartenarbeit im Oktober - Obstgarten

Oktober im Obstgarten

Im Obstgarten ist jetzt Hochsaison. Zumindest was das Pflanzen anbelangt. Der Herbst ist die beste Zeit für das Setzen von Obstgehölzen. Fast alle Obstsorten kann man von Oktober bis Mitte November pflanzen. Sie können sich dann über den Winter einwurzeln und im Frühjahr ihre Kraft in die Blatt- und Blütenbildung stecken. Ausnahme sind Sorten, die frostempfindlicher sind wie Nektarine, Pfirsich, Aprikose, Feige und Quitte, außerdem Kiwi, Walnuss und Wein. Sie pflanzt man besser erst im Frühjahr. Ganz wichtig beim Pflanzen: Die Veredelungsstelle muss einige Zentimeter über dem Boden bleiben!

Tulpenzwiebeln und Alliumzwiebeln

Oktober im Ziergarten

Im Ziergarten ist Stauden- und Zwiebelzeit. Habt ihr schon eure Blumenzwiebeln gesetzt? Jetzt wird es Zeit! Dazu lest ihr hier mehr. Stauden lassen sich jetzt wunderbar teilen und pflanzen. Der Boden sollte dabei natürlich frostfrei sein. Empfindliche Sorten schützt man im ersten Winter nach der Pflanzung vor Frost mit Reisig. Schließlich soll die Gartenarbeit im Oktober nicht umsonst gewesen sein.

Habt ihr noch Sommerblumen im Garten, die langsam verblühen? Dann sammelt doch von den schönsten Exemplaren die Samen, damit ihr auch im nächsten Jahr wieder Saatgut habt. Sattguttütchen dafür kann man selber basteln. Hier findet ihr eine hübsche Vorlage von mir zum Ausdrucken.

Gartenarbeit im Oktober

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Sandra

Warum es die Grüneliebe gibt? Weil ich mit Leidenschaft in meinem Garten bin und frische, gute Lebensmittel liebe. Meine Erfahrungen und Erlebnisse gebe ich euch auf grüneliebe.de weiter und hoffe euch damit zu inspirieren. Viel Spaß beim Lesen und Stöbern!

4 Antworten

  1. gerhard Becker sagt:

    Hallo Sandra,
    habe eine Frage, – auf dem Bild mit dem Rosenkohl sind über den Röschen die Blätter entfernt.
    Hat das einen besonderen Grund? Habe dieses Jahr mal wieder seit langer Zeit Rosenkohl im Garten.
    Vielen Dank,
    Gerhard

    • Sandra sagt:

      Hallo Gerhard,
      leider wurde mein Rosenkohl in diesem Jahr so von der Weißen Fliege und dem Kohlweißling malträtiert, dass die Blätter löchrig, klebrig und voll von Eiern der Weißen Fliege waren. Ich hätte wohl besser von Anfang an ein Netz drüber getan … Deswegen habe ich die Blätter entfernt und nur die Herzblätter oben an den Pflanzen stehen lassen. Ich hoffe, dass dies für das Wachstum der kleinen Röschen noch ausreicht. Im Moment sieht es gut aus und ich bin zuversichtlich! Wie sieht dein Rosenkohl denn aus?
      Viele Grüße, Sandra

  2. gerhard Becker sagt:

    Hallo Sandra,
    herzlichen Dank für Deine Antwort.Mein Rosenkohl?Naja etwas klein geraten wohl durch die anhaltende Trockenheit.Ist allerdings frei von Schädlingen.
    Habe dieses Jahr mal wieder alle gängigen Kohlsorten Blumen,Weiß,Rotkohl und Wirsing gepflanzt . Immmer 4 Pflanzen in größeren Abständen-das reicht für 2Personen
    Sieht alles gut aus.Ich habe diesmal den Boden mit Steinmehl aktiviert und die Pflanzen mit meiner selbstgemachten Kräuterbrühe gedüngt.
    Ab und zu die Pflanzen mit stark verdünnter Brühe übergossen.So schönes Gemüse hatte ich noch nie.
    Übrigens habe ich in diesem Jahr auch angefangen mit Klapprahmen(wie auch auf Deinem Foto zu sehen) kleine Hochbeete zu bauen.
    Spinat, Radieschen und Feldsalat kann ich dort schon bald ernten.
    Ein sonniges Wochenende wünscht Dir
    Gerhard

    • Sandra sagt:

      Das klingt ja toll! Dann hast du also auch kein Netz über deinen Kohlpflanzen? Verrätst du dein Rezept für die Kräuterbrühe? Ich habe in diesem Jahr Ackerschachtelhalmjauche gemacht und verwendet und auch das hat den Pflanzen gut getan – die Schädlinge aber doch nicht ferngehalten :D
      Viele Grüße, Sandra

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