Die Eisheiligen & der Garten

Keimlinge lang und dünn wachsen

Jeder Gärtner kennt es und auch Neulinge im Garten hören immer wieder davon: viele Pflanzen sollen erst ins Freiland, wenn die Eisheiligen vorbei sind. 

Auch viele Direktaussaaten kommen erst im Mai nach den Eisheiligen raus. Aber was genau hat es damit auf sich?

Die Eisheiligen sind die Namenstage von Heiligen, die laut altem, meteorologischen Glauben das Ende der frostigen Zeit einläuten. Erst nach dem 15. Mai, dem Namenstag der heiligen Sophie, sollen demnach kein Fröste mehr eintreten und die jungen und zarten Pflanzen, können ihr Wachstum im Freiland beginnen. Aus dem Glauben an die Wetterheiligen haben sich etliche Bauernregeln ergeben, wie „Die kalte Sophie macht alles hie“.

Gelten die Eisheiligen noch heute?

Heutzutage ist die Handhabung nicht mehr ganz so exakt, da sich aufgrund klimatologischer Änderungen die Frostperioden im Mai nicht mehr zwingend bestätigen lassen. Zudem ist das Wetter auch vielfach regional bedingt, im Süden kann es noch länger zu Nachtfrösten kommen als im mittleren oder nördlichen Deutschland. Dennoch sind die Eisheiligen für den eigenen Gartenkalender nicht ganz unbrauchbar, da man so ein gewisses Gespür für das Klima entwickeln kann und spätestens Mitte Mai die Aussaaten im Freiland bzw. das Pflanzen der vorgezogenen Sorten vornimmt.

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