Edler Speisepilz Shiitake – Steckbrief

Speisepilz Shiitake

Speisepilz Shiitake mit heilender Wirkung!

Der Shiitake ist ein holzbewohnender Pilz, der vor allem Buche und Eiche als Substrat bevorzugt. Er stammt ursprünglich aus den Wäldern Chinas und Japans. In Europa wächst der Shiitake nicht in freier Natur. Jedoch lässt er sich gut in Zuchtbetrieben kultivieren, wo als Substrat Holzspäne verwendet werden. Die Pilze werden bis zu 15 cm hoch und haben einen bräunlichen Hut mit Lamellen.

Wir haben Shiitake als Fertigkultur getestet – hier findet ihr den Bericht!

In der traditionellen chinesischen Medizin wird der Shiitake bereits seit Tausenden von Jahren als Heilpilz verwendet. Er wird bei unterschiedlichen Leiden, wie Entzündungen, Kopfschmerz, Tumore und Leberzirrhose eingesetzt. Shiitake enthalten viel Vitamin B1 und B2 sowie Vitamin D. Dem Pilz wurden immunstärkende und cholesterinsenkende Eigenschaften nachgewiesen. Für seine heilende Wirkung wird er als Speisepilz in gekochter, gedünsteter oder gebratener Form zubereitet. In früheren Zeiten war der edle Pilz in China und Japan sehr wertvoll und diente als Geschenk für Könige und Kaiser.

Wie schmeckt der Speisepilz Shiitake und wie wird er zubereitet?


Gleich vorneweg sei gesagt: Der Speisepilz Shiitake darf, wie alle Pilze außer Champignons, nicht roh verzehrt werden! Man gart die Pilze gut durch. Sie sind bissfest und haben ein kräftiges, leicht nussiges Aroma, das an Waldpilze erinnert. Die Pilze sind vielseitig einsetzbar in asiatischen Wokgerichten, zu Wild, Lamm oder anderen Fleischsorten, zu Fisch, Eiergerichten, Gemüse und Nudeln.

Bei der Zubereitung kann der gesamte Pilze mit Stiel verwendet werden. Da dieser beim Garen aber etwas fester bleibt, ist es Geschmackssache, ob man zu dicke Stiele wegschneidet. Man schneidet lediglich das trockene Stielende ab und entfernt mit Küchenpapier oder einem Pinsel eventuelle Erd- oder Holzreste des Substrats.

Shiitake können in Butter gebraten oder gedünstet werden. Die Pilze schneidet man in Scheiben oder Stücke, kleine Pilze können auch im Ganzen gebraten werden. Je nach Größe werden sie 5-10 Minuten gegart.

Übrigens: Frische Shiitake-Pilze können etwa 5-7 Tage im Kühlschrank aufbewahrt werden. Am besten legt man sie locker in eine Papiertüte.

Shiitake-Dermatitis – sehr seltene Hautreaktion

Durch das in Shiitake-Pilzen enthaltene Lentinan kann der Verzehr der Pilze eine sogenannte Flagellanten-Dermatitis oder Shiitake-Dermatitis auslösen. Das Auftreten ist allerdings sehr selten – weltweit sind nur etwa 100 Fälle beschrieben.

Lentinan wird nicht, wie fälschlicherweise früher angenommen, durch Erhitzen zerstört. Die Hautreaktion zeigt sich durch linienförmige Hautrötungen, die parallel zueinander verlaufen. Übrigens ist Lentinan in Japan ein offiziell zugelassenes Medikament gegen Krebs.

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