Eingelegt: Kapern aus Kapuzinerkresse

Genauer gesagt sind es keine Kapern aus Kapuzinerkresse, sondern ein Kapernersatz.

Denn Kapern, so wie wir sie kennen, sind die eingelegten Blütenknospen des Echten Kapernstrauches. Da dieser aber zumeist nicht im heimischen Garten wächst, kann man sich die noch ungeöffneten Blüten oder die unreifen Samen der Kapuzinerkresse zu Nutze machen, um daraus einen Kapernersatz herzustellen.

Die Form von Kapuzinerkressesamen ist der einer Kaper doch recht ähnlich. Durch das salzig-säuerliche Einlegen bekommt der Kapernersatz einen ganz besonderen Geschmack.

Aus dem eigenen Garten: Kapern aus Kapuzinerkresse

Bei mir wachsen in diesem Jahr zahlreiche Kapuzinerkressepflanzen. Ich liebe den würzigen Duft, wenn man mit den Händen durch die Pflanzen streicht. Die Blüten verwende ich sehr gerne als Dekoration und zur Würzung von Salaten und anderen Speisen. Bisher habe ich die Samen an den Pflanzen abtrocknen lassen und eingesammelt für das nächste Jahr oder sie direkt auf dem Boden liegen lassen (manche Samen findet man gar nicht, sie bleiben im Boden und beginnen dann einfach im nächsten Jahr an der Stelle wieder zu wachsen). Doch bei der diesjährigen Menge an Kapuzinerkresse wollte ich nun endlich mal die Kapern aus Kapuzinerkresse ausprobieren.

Kapern aus Kapuzinerkresse selbst gemacht

Ich habe viel darüber gelesen, mir zahlreiche Rezepte und Varianten angesehen und habe mich nun für eine ganz klassische Methode entschieden (das ursprüngliche Rezept mit den genauen Mengenangaben findet ihr hier):

Man benötigt unreife Samen der Kapuzinerkresse, etwa eine Hand voll ist ausreichend für ein kleines Einmachglas. Diese werden gesäubert und von Pflanzenresten befreit.

In einem Topf habe ich weißen Balsamico, Wasser, Salz, schwarze Pfefferkörner und zwei Lorbeerblätter zusammen mit den Kapuzinerkressesamen zum Kochen gebracht. Bei mittlerer Temperatur muss der Sud abgedeckt nun weitere 15 Minuten köcheln.

Die Samen werden heiß in ein vorher gut gesäubertes Einmachglas gegeben und mit dem Würzsud aufgegossen, bis die Samen alle komplett bedeckt sind. Das Glas fest zuschrauben und an einen kühlen, dunklen Ort stellen.

Nun heißt es abwarten: Man muss etwa 4-6 Wochen warten, bis der Kapernersatz aus Kapuzinerkresse verwendet werden kann. Ich bin schon jetzt ganz gespannt!

Samen oder Knospen?

Verwendet man denn nun die Samen oder die Knospen für die Herstellung des Kapernersatzes? Im Grunde ist beides möglich. Ob sich ein geschmacklicher Unterschied ergibt oder einfach nur die Konsistenz eine andere ist, kann ich nicht genau sagen. Ich verwende die unreifen Samen, da ich mich vorher noch über die schönen Blüten freuen möchte. Das Faszinierende an der Kapuzinerkresse ist, dass man eigentlich alle oberirdischen Bestandteile der Pflanze verzehren kann. Sowohl Blätter als auch Knospen, Blüten und die unreifen Samen haben das typische Aroma mit einer leichten, frischen Schärfe. Aus diesem Grund eignen sich sowohl die ungeöffneten Knospen als auch die unreifen Samen, um Kapern aus Kapuzinerkresse herzustellen.

Kapuzinerkresse Essbare Blüten

Sandra

Warum es die Grüneliebe gibt? Weil ich mit Leidenschaft in meinem Garten bin und frische, gute Lebensmittel liebe. Meine Erfahrungen und Erlebnisse gebe ich euch auf grüneliebe.de weiter und hoffe euch damit zu inspirieren. Viel Spaß beim Lesen und Stöbern!

4 Antworten

  1. Vielen Dank für die Idee. Ich dachte, dass es nichts ähnliches wie Kapern existiert. Interessant zu probieren

  2. Ferdi sagt:

    Das ist ja mal ne coole Idee, kannte diese Dinger bereits, jedoch nicht als Kapernersatz. Werde mich mal in Zukunft dran versuchen ^^

  3. Julian Wilms sagt:

    Ich Wusste nichtmal das man die Blüten verzehren kann 😀 Danke dafür muss definitiv probiert werden!
    Man lernt wohl nie aus was 😀 grüneliebe <3

    • Sandra sagt:

      Oh ja, das stimmt! Die schmecken wirklich lecker – sowohl die „Kapern“ als auch die Blüten.
      Viele Grüße, Sandra

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