Radieschen Aussaat – Säen, Pflegen, Ernten

Radieschen Aussaat

Die Radieschen Aussaat kann fortlaufend fast während der gesamten Gemüsesaison erfolgen.

Das runde Gemüse ist besonders als Zwischen- und Nachsaat beliebt, da es nur wenig Ansprüche an Boden und Platz hat und schnell bis zur Erntereife wächst.

Radieschen sind kein Wurzelgemüse, wie man es anhand ihres Wuchses vielleicht zunächst vermuten würde. Die runde oder ovale Knolle bildet sich aus dem Spross unterhalb der Blätter. Die Wurzeln befinden sich noch darunter. Die Knolle wächst etwa zur Hälfte oberirdisch, was die Ernte erleichtert, da der richtige Erntezeitpunkt sehr gut ersichtlich ist.

Die Pflanzen stammen aus der Familie der Kreuzblütler. In der Mischkultur lassen sie sich gut mit Bohnen, Erbsen, Erdbeeren, Gartenkresse, Kapuzinerkresse, Kohl, Kopfsalat, Mangold, Möhren, Petersilie, Schnittsalat, Spinat oder Tomaten zusammen anbauen.

Radieschen Aussaat – die Qual der Wahl

Das typische rote und dickbäuchige Radieschen ist längst nicht mehr das einzigekannte Radieschen. Es gibt zahlreiche verschiedene Sorten, die sich in Farbe, Form und Geschmack unterscheiden. Neben runden Radieschen gibt es ovale Formen, die an kleine Rettiche erinnern. Radieschen können ein- oder mehrfarbig sein, zumeist sind sie rot oder pink, zur Hälfte rot und weiß, es gibt sie aber auch in gelb und violett.

Der Geschmack kann von sehr mild bis sehr scharf variieren. Übrigens werden Radieschen umso schärfer, je trockener der Boden ist. Werden Radieschen regelmäßig gewässert, hält sich der Schärfegrad in Grenzen. Zudem sind kleine Radieschen schärfer als große. Für die Schärfe sind die Senföle in Radieschen verantwortlich. Diese sind sehr gesund, denn sie können Bakterien und Pilze in Magen und Darm abtöten. Radieschen sind also ein gesunder Schutz für die Verdauungsorgane.

Säen und Pflanzen – Radieschen Aussaat leicht gemacht!

Radieschensamen haben den Vorteil, dass sie relativ groß sind und daher sehr gut einzeln ausgesät werden können. Sie sollten in gut durchlockerter Erde in eine ca. 1-2 cm tiefe Saatrille gegeben werden. Der Abstand zwischen den Radieschen liegt bei 2-5 cm. Nur dann haben sie ausreichend Luft, Licht und Platz um ihre Knollen ausbilden zu können. Werden Radieschen zu eng gesät, wachsen nur dünne lange Knollen, die nicht genießbar sind. Zwischen den Reihen ist ein Abstand von 10-15 cm optimal.

Aussaaten im Januar

Radieschen können bereits früh im Jahr ins Freiland gesät werden. Sie sind oft das erste Gemüse, das geerntet werden kann. Bereits ab 5°C keimen die kleinen Pflanzen. Radieschen eignen sich auf sehr gut für den Anbau im Gewächshaus, im Frühbeet oder auf dem Balkon. Sie bevorzugen einen sonnigen oder halbsonnigen Standort.

Wichtig ist, dass Radieschen gleichmäßig gewässert werden. Trockenheit kann dazu führen, dass Radieschen platzen.

Ansonsten ist die Pflege sehr einfach. Gedüngt werden muss nicht, da Radieschen sehr genügsam sind und die Wachstumsperiode mit ca. 4-5 Wochen sehr kurz ist. Ihnen reichen in der Regel die Nährstoffe der Vorkulturen. Besonders im Frühjahr sollte aber der Boden mit Kompost vorbereitet werden.

Radieschen regelmäßig nachsäen und rechtzeitig ernten

Je nach Sorte kann die gesamte Saison über nachgesät werden – immer dort, wo etwas Platz in den Gemüsebeeten ist. Für frühe Sorten ist es allerdings in den heißen Sommermonaten Juli und August zu warm und die Pflanzen schießen schnell. Daher sollte in dieser Zeit auf spezielle Sommersorten zurückgegriffen werden. Bis in den Herbst hinein kann immer wieder nachgesät werden. Für eine fortlaufende Ernte erfolgt die Radieschen Ausaat immer dann, wenn sich nach etwa einer Woche die ersten Keimblätter der vorherigen Aussaat zeigen.

Geerntet werden sollte nicht zu spät, da Radieschen, die zu lange in der Erde verbleiben, von innen heraus verholzen. Je nach Sorte werden die Knollen 3-4 cm dick. Die größten werden einfach aus der Erde gezogen, während kleinere noch wenige Tage weiter wachsen dürfen.

Die Radieschen Aussaat ist auch für Gartenneulinge sehr zu empfehlen, da es leicht geht und man sich schnell über die leckeren Knollen freuen kann.

 

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Sandra

Warum es die Grüneliebe gibt? Weil ich mit Leidenschaft in meinem Garten bin und frische, gute Lebensmittel liebe. Meine Erfahrungen und Erlebnisse gebe ich euch auf grüneliebe.de weiter und hoffe euch damit zu inspirieren. Viel Spaß beim Lesen und Stöbern!

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