Topinambur Anbau – Pflanzen, Pflegen, Ernten

Der Topinambur Anbau ist ziemlich simpel, da die Pflanzen anspruchslos sind und keine speziellen Bedürfnisse an Boden und Standort stellen.

Topinambur wird auch als Jerusalemartischocke bezeichnet. Die Knollen können sowohl roh, bspw. im Salat, als auch gedünstet oder zu Pürree verarbeitet genossen werden. Das Aroma der Knollen erinnert etwas an Artischocken. Topinambur ist zudem gut für Diabetiker geeignet, da die Knollen Inulin beinhalten.

Im Beet ist Topinambur eine sehr dankbare Pflanze, die mehrjährig angebaut werden kann. Allerdings muss man genau da ein wenig aufpassen, denn die Knollen verbreiten sich stark und können schnell zum Gartenbesetzer werden und anderen Pflanzen den Platz wegnehmen. Die Pflanzen bilden unterirdische Tochterknollen, an welchen sich die Ausläufer schnell breit machen. Wer also kein unkontrolliertes Wachstum möchte, sollte regelmäßig ernten und Knollen abstechen oder eine Art Rhizomsperre einbauen, wie das bei Bambus gemacht wird.

Übrigens sind nicht nur die Knollen schmackhaft, die gelben Blüten des Topinambur zieren zudem den Gemüsegarten mit einer leuchtenden Blumenpracht.

Topinambur Anbau

Im Video seht ihr, wie die Knollen in den Boden gelegt werden. Mit dem Pflanzen kann begonnen werden, sobald der Boden frostfrei ist. Da Topinambur winterhart ist, ist der Pflanzzeitpunkt eher irrelevant. Selbst im Sommer oder Herbst kann gepflanzt werden, allerdings wird es dann im gleichen Jahr keine erste Ernte mehr geben. Für eine Ernte im gleichen Jahr ist ein Pflanzung bis Ende April zu empfehlen.

Die Knollen werden im Abstand von 40 cm zueinander etwa 5 – 10 cm tief in die Erde gelegt. Der Reihenabstand liegt bei 60 – 80 cm.

Topinambaur Pflege

Sobald sich die ersten Triebe zeigen wird die Erde rund um die Pflanze angehäufelt. Das kann mehrfach wiederholt werden, damit sich im Boden zahlreiche Knollen bilden. Im Sommer muss regelmäßig gegossen werden. Eine Düngung ist nicht unbedingt notwendig, außer der Boden ist sehr nährstoffarm.

Wann blüht Topinambur?

Topinambur ist eine Sonnenblumenart. Die gelben Blüten sind viel kleiner als die der typischen Sonnenblume, dennoch leuchten die zahlreichen Blumen wie ein kleines Sonnenblumenfeld. Allerdings blüht Topinambur erst spät im Herbst. Ab Oktober bis Dezember, solange es noch keinen Frost gibt. Je nach Region kann es daher passieren, dass die Blüte durch die kalten Temperaturen im späten Herbst oder frühen Winter ausbleibt oder nur kurz erfolgt.

Topinambur Ernte

Im Grunde kann Topinambur ganzjährig geerntet werden. Allerdings sind die Knollen im Herbst am größten. Im Sommer können die Knollen zäh sein, da sie dann wenig Wasser gespeichert haben. Ab Herbst, wenn das Laub abstirbt, bis ins Frühjahr hinein kann bei frostfreiem Boden laufend geerntet werden. Das ist von Vorteil, da Topinambur nicht gut lagerfähig ist. Man erntet also immer nur so viel, wie gerade in der Küche benötigt wird und der Rest verbleibt in der Erde.

Tipp: Wenn vor dem Frost größere Mengen geerntet werden, können diese in Sand kühl gelagert werden. So halten sie einige Wochen.

Übrigens: So gut wie jede Knolle, die in der Erde verbleibt, treibt auch im Frühjahr wieder aus und bildet neue Ausläufer. Daher ist eine sorgfältige Ernte sehr zu empfehlen, wenn man nicht im nächsten Jahr ein komplettes Topinamburfeld haben möchte. Wenn man allerdings ein separates Topinamburbeet hat, ggf. mit Rhizomsperre, dann kann jedes Jahr aufs Neue geerntet werden ohne die Knollen wieder neu pflanzen zu müssen. Der Topinambur Anbau ist also relativ einfach und die Erntemenge kann sich mit bis zu 4 kg Knollen pro Pflanze durchaus sehen lassen!

 

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Sandra

Warum es die Grüneliebe gibt? Weil ich mit Leidenschaft in meinem Garten bin und frische, gute Lebensmittel liebe. Meine Erfahrungen und Erlebnisse gebe ich euch auf grüneliebe.de weiter und hoffe euch damit zu inspirieren. Viel Spaß beim Lesen und Stöbern!

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