Verschärft! Chili-Anzucht – so klein und bald so scharf

Chili-Anzucht Thai Chili

Die Chili-Anzucht hat begonnen, bereits im Januar.

Ich bin früh dran in diesem Jahr. Ist es einfach nur die Ungeduld? Nein, es ist vielmehr die Neugierde und ein kleines Experiment. Immer wieder höre ich von Chili-Fans, dass sie spätestens im Januar mit der Anzucht ihrer kleinen Sprösslinge beginnen. Im Januar, wenn der Winter in vollem Gange ist und die Tage noch am kürzesten. Wenn es zu kalt und zu dunkel ist und die Samen von alleine noch nicht wachsen wollen. Genau dann beginnen viele Hobbygärtner bereits mit der Chili-Anzucht. Warum? Weil Chilis, genau wie Paprika, eine lange Reifezeit haben. Bei einer frühen Anzucht kann bereits früher im Jahr und auch länger im Jahr geerntet werden. Wie das geht und welches meine scharfen Versuchsobjekte (Sorten) sind, verrate ich euch jetzt.

Chili-Anzucht im Januar

Die Weihnachtsdeko ist gerade wieder verstaut, schon wird die Fensterbank erneut dekoriert: Mit Mini-Gewächshaus, Pflanzenleuchte und Heizmatte (Partnerlink). Es geht los! Es kribbelt in den Fingern und das hat nicht zuletzt mit den Saatkörnern von Dorset Naga und Thai Chili zu tun.

Für die Anzucht verwende ich kleine Anzuchttöpfe, die ich mit einer Mischung aus Anzuchterde und Kokosfasern befülle. In jedes Töpfchen kommen 1-2 Samen im Abstand von 2-3 cm, die mit etwas Erde bedeckt werden. Mit einer Sprühflasche wird die Erde gut durchfeuchtet. Das hat den Vorteil, dass der feine Sprühnebel sich gleichmäßig verteilt und das Saatkorn dort verbleibt, wo es platziert wurde.

Man kann übrigens die Samenkörner vorher für mehrere Stunden in lauwarmem Wasser vorquellen lassen. Dadurch soll die Keimdauer verkürzt werden.

Die meisten Chili-Sorten brauchen eine Keimtemperatur von etwa 22-28°C. Damit ist übrigens nicht die Raumtemperatur gemeint, sondern die Temperatur in der Erde. Aber die Umgebungstemperatur gibt euch da schon einen ganz guten Anhaltspunkt. Gemütlich machen es sich die Anzuchttöpfchen in einem Zimmergewächshaus (Partnerlink). Durch die Luftklappen im Deckel strömt frische Luft herein und gleichzeitig hält sich die Feuchtigkeit im Gewächshaus gut. Immer wenn die Kokoserde hell und locker wird, muss wieder mit der Sprühflasche gegossen werden. Aus diesem Grund verwende ich die Kokoserde auch gerne, weil man sofort sieht, wenn sie zu trocken wird.

Es werde Licht!

Neben der Temperatur ist das Licht ein erheblicher Faktor bei der Chili-Anzucht. Vielleicht habt ihr schon mal den Begriff „vergeilen“ gehört. Das passiert, wenn die Keimlinge zu wenig Licht bekommen (mehr dazu lest ihr hier). Da die Tage bekanntlich im Januar noch recht kurz sind, ist auch eine helle Fensterbank oft nicht ausreichend für ein gutes Wachstum. Daher probiere ich in diesem Jahr zum ersten Mal die Anzucht mit Kunstlicht aus. Zumindest unterstützend, denn ich bin kein Fan davon, zu viel Energie für meine Anzuchten zu verbrauchen. Also kommen die Anzuchttöpfe auf die helle Fensterbank und ab den frühen Abendstunden gibt es noch ein paar zusätzliche Stunden Kunstlicht. Wer gerne seine Anzuchten komplett mit Kunstlicht machen möchte und keine helle Fensterbank zur Verfügung hat, sollte mit 12-14 Stunden Beleuchtung rechnen. Mittlerweile gibt es Pflanzenleuchten mit LED (Partnerlink), die sind immerhin recht energiesparend.

Was wächst denn da?

Nach wenigen Tagen haben sich bereits die ersten Keimlinge gezeigt. Jetzt geht es wirklich los. Wie aufregend! Jeden Tag schaue ich nach meinen kleinen Zöglingen und freue mich immer wieder darüber, wenn sie ein kleines Stück größer werden.

Wie es mit meiner Chili-Anzucht weiter geht und welche Sorten ich in diesem Jahr bei mir großziehe, erzähle ich euch in Kürze. Also schaut doch weiter vorbei – gerne auch auf Instagram und Pinterest.

Sandra

Warum es die Grüneliebe gibt? Weil ich mit Leidenschaft in meinem Garten bin und frische, gute Lebensmittel liebe. Meine Erfahrungen und Erlebnisse gebe ich euch auf grüneliebe.de weiter und hoffe euch damit zu inspirieren. Viel Spaß beim Lesen und Stöbern!

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