Welche Kräuter sind winterhart und welche nicht?

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Die Tage werden kürzer, draußen wird es kälter – Zeit für die ersten Wintervorbereitungen und Fragen wie: Welche Kräuter sind winterhart? Welche brauchen ein warmes Winterquartier? Welche sind ohnehin nur einjährig?

So langsam muss man sich und den Garten auf den kommenden Winter einstellen. Damit alle Pflanzen die frostige Zeit gut überstehen, brauchen einige von Ihnen einen Winterschutz. Einige sollte man doch lieber in eine frostfreie Winterunterkunft stellen. Doch welche Kräuter gehören denn dazu? Welche sind winterhart, welche sogar nur einjährig? Wollen wir doch mal schauen…

Winterharte Kräuter – diese können im Garten überwintern!

Zu den Kräutern, die problemlos im Garten überwintern können zählen:

  • Anis-Ysop: Die Duftnessel kann getrost im Winterbeet verbleiben. Sie ist winterhart und erfreut auch im nächsten Jahr wieder mit ihren leuchtenden Blüten.
  • Estragon: Ist winterhart und übersteht die frostige Jahreszeit im Beet.
  • Lavendel: Die duftende Pflanze ist mehrjährig und daher auch winterhart. Jungpflanzen sollten mit Reisig oder Laub abgedeckt werden.
  • Liebstöckel: Die mehrjährige Staude überwintert gut im Garten.
  • Minze: Ist hart im nehmen und bleibt im Winter draußen. Es bilden sich unterirdische Ausläufer, die im Frühjahr wieder austreiben.
  • Oregano: Die Blätter welken, kommen aber im Frühjahr wieder.
  • Petersilie: Wie auch Schnittlauch wird Petersilie im Herbst zurückgeschnitten und treibt im Frühjahr wieder aus. Petersilie ist allerdings nur zweijährig und wird daher nur einen Winter überstehen.
  • Salbei: Ist bedingt winterhart. In sehr kalten Wintern kann es schonmal zu Frostschäden kommen. Dringt dieser nicht zu tief in die Pflanze ein, erholt sie sich oft im Frühjahr und treibt wieder neu aus.
  • Schnittlauch: Wird er im Herbst zurückgeschnitten, treibt er im Frühjahr wieder kräftig aus.
  • Thymian: Die meisten Sorten sind winterhart und können gut im Freien überwintern.
  • Waldmeister: Für Waldmeister ist der Winter die beste Zeit für die Aussaat. Er braucht die Kälte, um sich im Frühjahr von seiner besten Seite zu zeigen.
  • Zitronenmelisse: Ähnlich wie Minze ist die Zitronenmelisse gut winterhart.

Bei Rosmarin und Lorbeer gehen die Meinungen auseinander. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass Rosmarinpflanzen, die im Gartenbeet wachsen, winterhart sind. Eine Decke aus Laub oder Reisig hilft dem mediterranen Kraut Frost gut zu überstehen. Manche Sorten halten locker zweistellige Minusgrade aus, andere hingegen nicht. Rosmarin im Topf sollte besser einen frostfreien Ort für die Überwinterung bekommen. Das Gleiche gilt für Lorbeer.

Tipps für einen guten Winterschutz:

  • Kräuter in Töpfen sollten durch Jute und eine Unterlage aus Styropor gut geschützt werden.
  • Gartenkräuter bekommen eine Decke aus Laub oder Reisig als Winterschutz.

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Nicht winterharte Kräuter – diese brauchen ein schützendes Winterquartier!

  • Basilikum: Bis auf wenige Sorten braucht Basilikum einen frostfreien Platz zum Überwintern.
  • Zitronenverbene: Das herrlich duftende Kraut benötigt ebenfalls einen milden Ort im Winter.

Korianderblüten - blühender Koriander im Kräuterbeet

Einjährige Kräuter – diese werden jährlich neu gesät!

Die meisten einjährigen Kräuter säen sich selbst wieder aus, weshalb man sie oft nicht als einjährige Pflanzen wahrnimmt:

  • Bohnenkraut
  • Borretsch
  • Dill
  • Fenchel
  • Kerbel
  • Koriander
  • Kresse
  • Portulak
  • Salatrauke

Welche Kräuter sind winterhart

Sandra

Warum es die Grüneliebe gibt? Weil ich mit Leidenschaft in meinem Garten bin und frische, gute Lebensmittel liebe. Meine Erfahrungen und Erlebnisse gebe ich euch auf grüneliebe.de weiter und hoffe euch damit zu inspirieren. Viel Spaß beim Lesen und Stöbern!

2 Antworten

  1. Margot Muß sagt:

    Hallo Sandra,
    bei meiner Mail geht es heute nur bedingt um Kräuter. Ich habe da ein kleines Problem und zwar folgendes:
    Habe Feldsalat vorgezogen und diesen inzwischen schon ausgepflanzt und zwar an verschiedene Stellen u. a. einen Teil in mein Gewächshaus.
    Alles ist schön angewachsen und kommt, doch vorgestern sah ich plötzlich, dass ein Teil meiner Feldsalatblätter alle kleine Löcher haben. Schnecken, nein, die habe ich nicht. Das gleiche hatte auch mein französischer Saueramper, wovon ich zwei Pflanzen stehen habe.
    Was kann das sein, Raupen oder Erdflöhe? Ja und wie bekämpfe ich das? Kannst Du mir helfen? Das wäre schön.
    Bin gespannt auf Deine Antwort und wünsche Dir ein schönes, sonniges Wochenende.
    Lieben Gruß von Haus zu Haus

    • Sandra sagt:

      Liebe Margot,
      das klingt mir ganz nach Erdflöhen. Dagegen hilft am besten regelmäßiges hacken und lockern des Bodens. Auch können kräftige und regelmäßige Duschen von oben gegen die kleinen Plagegeister gut wirken, da Erdflöhe konstante Feuchtigkeit nicht mögen. Schüttel auch immer wieder die Pflanzen, das stört die Erdflöhe und vertreibt sie. Ich drück dir die Daumen, dass es klappt und du trotzdem noch reichlich ernten kannst.
      Viele Grüße, Sandra

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