Wenn Pflanzen Stress haben …

Essbare Blüten - Blütenmeer

Können Pflanzen Stress haben?

Wie wirkt sich Stress auf Pflanzen aus? Und was heißt eigentlich „Stress“?

Pflanzenstreß, Syndrom von Folgen einer Belastung der Pflanze durch Einwirkung äußerer, biotischer oder abiotischer Faktore.
(Quelle: Spektrum.de)

Wie auch wir Menschen können Pflanzen Stress haben. Das passiert, wenn sich bestimmte Faktoren extrem verändern. Es kann ganz unterschiedliche Gründe haben, die sich auch unterschiedlich auf die Pflanze auswirken.

Stress ist ein (An)-Spannungszustand, welcher sich kurzfristig und schlimmstenfalls sogar dauerhaft auf die Entwicklung oder den Stoffwechsel auswirken kann. Bei einer Pflanze können Stressfaktoren umweltbedingt sein. Wenn sich das Wetter extrem verändert oder Umweltgifte in der Luft oder im Boden sind, ist Stress vorprogrammiert. In einem heißen Sommer können Pflanzen unter extremem Stress leiden. In diesem Jahr gab es bspw. seltene Fälle von bitter schmeckenenden Zucchini, was möglicherweise auf Stress durch zu hohe Temperaturen zurückzuführen ist. Bei Kürbispflanzen wie Zucchini oder Gurken kann es durch Stress zu einer vermehrten Bildung des Bitterstoffs Cucurbitacin kommen, der giftig ist für den menschlichen Organismus.

Pflanzen reagieren empfindlich darauf, wenn deren lebenswichtige Faktoren sich in einem erheblichen Maße verändern. Das kann sowohl aufgrund eines Mangels als auch eines Überangebotes von Wasser, Licht und Temperatur passieren. Aber auch Veränderungen der Nährstoffe im Boden können Stressfaktoren darstellen. Oft kommt es vor, dass sich Pflanzen an die veränderten Bedingungen gut anpassen können. So kann es passieren, dass Pflanzen schnell in die Höhe wachsen, wenn es zu heiß ist oder wenn zu wenig Licht vorhanden ist. Die Auswirkungen von Stress müssen daher nicht immer nur negativ sein. Bei Nutzpflanzen ist nur leider das Ergebnis der Änderung zumeist nicht wünschenswert, wenn bspw. die Pflanzen durch Stress keine oder nur wenig Früchte bilden und die Ernte zu gering ausfällt.

Umweltgifte oder extreme Belastungen wie Hagel oder Schnee wirken sich in der Regel dagegen negativ auf die Pflanzen aus. Unter einer Schneelast brechen bspw. Äste oder ganze Pflanzen ab.

Kürbisse

Wenn Pflanzen Stress haben kann ein anderer Standort helfen!

Viele Pflanzen sind sehr anpassungsfähig. So kann es sein, dass Pflanzen sehr stressresistent sind und sich an die äußeren Bedingungen gut anpassen können. Manchmal kann man den Pflanzen aber auch ganz einfach den Stress nehmen, indem sie an einen für sie besser geeigneten Standort kommen. Benötigt eine Pflanze mehr Licht, wird sie ganz einfach an ein schönes, helles Plätzchen gesetzt. Ist der Boden zu fest, kann er mit Sand gelockert werden. Man muss die Pflanzen beobachten und manchmal etwas neues ausprobieren: Wasser entkalken, Erde mit Nährstoffen versorgen, Luft und Licht schaffen, …

Gegen umweltbedingte Faktoren, wie das Wetter, ist man dagegen machtlos. Dann kann man nur darauf vertrauen, dass sich die Pflanzen vom Stress wieder erholen und uns noch lange Freude bereiten!

Sandra

Warum es die Grüneliebe gibt? Weil ich mit Leidenschaft in meinem Garten bin und frische, gute Lebensmittel liebe. Meine Erfahrungen und Erlebnisse gebe ich euch auf grüneliebe.de weiter und hoffe euch damit zu inspirieren. Viel Spaß beim Lesen und Stöbern!

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