Ist ein eigener Gemüsegarten “romantisch” oder nur harte Arbeit?

Herbst im August

Ein eigener Gemüsegarten ist für viele Städter ein Traum, da er eine Möglichkeit bedeutet, sich ein Stück selbst zu versorgen.

Natürlich gibt es genügend andere Gründe für einen Gemüsegarten: Das eigene Gemüse schmeckt viel besser, man ernährt sich gesünder, da man quasi direkt auf dem Feld seinen “Einkauf tätigt”, man betätigt sich körperlich und erschafft etwas aus Mutte Erde. Hört sich ein bisschen pathetisch an, aber genau darum geht es: Ein eigener Gemüsegarten hat doch etwas von Romantik, oder nicht?

Als ich zuletzt auf dem Feld war, habe ich gehört, wie eine Hobbygärtnerin ihrer Familie (oder ihren Freunden?) mit einem Lächeln erzählte, dass sie eigentlich den Gemüsegarten zu Zweit bewirtschaften wollten. Aber offensichtlich wich der romantische Gedanke, einen eigenen Gemüsegarten zu haben, sehr schnell der Realität. Denn die Gartenarbeit macht sich nicht von alleine. Man muss sich regelmäßig darum kümmern, dass die Pflänzchen wachsen und gedeihen und dass Unkraut sich nicht ausbreitet. Gießkannen schleppen ist irgendwie nicht sehr romantisch. Und auch mit den Gummistiefeln im Matsch zu stecken findet wohl nicht jeder romantisch.

Matschwetter

Was ist denn nun ein eigener Gemüsegarten? Romantik oder harte Arbeit?

Mein Wunschbeet

Mein Wunschbeet

Daher habe ich mir die Frage gestellt, ob denn ein eigener Gemüsegarten tatsächlich ein wenig Romantik mit sich bringt oder ob es nur harte Arbeit ist. Ich denke, dass allein der Gedanke, sich als Städter (zum Teil) mit Gemüse selbst zu versorgen, romantisch ist. Irgendwie wird die Umwelt bewusster wahrgenommen und es entsteht ein klareres Empfinden gegenüber den Früchten der Natur. Wie oft ich mich im Gemüsegarten mit einem Lächeln ertappe, weil ich es einfach genieße in der Erde zu buddeln und köstliches Gemüse zu ernten.

Andererseits bedeutet ein Gemüsegarten viel Arbeit. Und diese ist körperlich nicht ganz unanstrengend. Erde harken und lockern, Gießkannen über das Feld schleppen (zugegeben, in diesem Sommer war das kaum notwendig), Unkraut ziehen, Gemüse aus der Erde buddeln, … Wie sagt man so schön: Von nichts kommt nichts!

Mein Fazit sieht so aus: Es kommt auf die eigene Einstellung an. Arbeit kann stressig, unangenehm und belastend sein. Arbeit kann aber auch Spaß machen, erfüllend sein und das Ergebnis kann einen stolz machen. Und genauso sehe ich das mit dem Gemüsegarten: Nach getaner Arbeit freue ich mich über mein Werk und schwupps ist die Romantik wieder zurück im Gemüsegarten.

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