Mundraub – Früchte, Nüsse und Kräuter aus freier Natur

Mundraub Nüsse

Vor allem im Sommer und im Herbst sieht man häufig am Wegesrand Menschen, die Früchte oder Nüsse aus freier Natur pflücken – sie betreiben sozusagen Mundraub. Im Sommer sind vor allem Beeren, wie Brombeeren oder Holunderbeeren, sehr begehrt. Aber auch Obstbäume wachsen wild und Mundräuber freuen sich über Äpfel, Mirabellen, Kirschen und Birnen. Wer sich mit wilden Kräutern auskennt, kann im Frühjahr Waldmeister und Bärlauch finden. Und natürlich im Herbst reife Haselnüsse, Walnüsse und Maronen.

Mundraub ist ein umgangssprachlicher Begriff für die Entwendung von Lebensmitteln zum unmittelbaren Verzehr. In freier Wildbahn, wenn der Obstbaum, Nussstrauch oder die am Waldboden wachsenden Kräuter offensichtlich (und nachweislich) auf öffentlichem Boden wachsen, stellt der Mundraub keinen Diebstahl dar. Als Mundräuber muss man sich aber vorher vergewissern, ob die begehrten Früchte, Nüsse und Kräuter auch tatsächlich auf öffentlichem Grund wachsen und nicht auf Privatgelände stehen.

Mundraub.org – Plattform für Mundräuber von Mundräubern

Die Plattform mundraub.org setzt sich für den Erhalt und die nachhaltige Nutzung von ungenutzten Lebensmitteln an öffentlichen Orten ein. Ihr Ziel ist es, Menschen einen neuen Blick auf die Natur zu verschaffen. Dazu können Mundräuber auf der Plattform die Stellen eintragen, an denen sie Obstbäume & Co. entdeckt haben. Auf einer Übersichtskarte sind die eingetragenen Fundstellen zu finden. Die Gemeinschaft kann, unter Berücksichtigung der rücksichtsvollen Behandlung der Natur- und Tierwelt, die Früchte ernten, teilen und genießen.

Bäume und Sträucher müssen beim Pflücken sorgsam behandelt werden, denn z.B. Bruchstellen durch abgeknickte Äste sind Verletzungen, an denen sich Pilzkrankheiten ausbreiten und im schlimmsten Fall zum Absterben des Baumes oder des Strauches führen können. Tiere ernähren sich ebenfalls von den Früchten und Nüssen. Sie sind daher dankbar, wenn man ihnen einige der Leckereien zurücklässt und nur so viel erntet, wie man zum Eigenverzehr benötigt.

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