Tulpenzwiebeln ausgraben oder im Beet lassen

Wenn die Tulpen verblühen stellt sich für manche Gärtner die Frage, ob man nun die Tulpenzwiebeln ausgraben sollte oder ob man sie einfach im Boden lässt. Was ist denn nun richtig?

Da ist sie schon fast wieder vorbei, die Tulpenzeit. So schnell diese wunderschönen Frühlingsboten aufblühen, so schnell sind sie wieder verschwunden. Die sommerliche Staudenzeit beginnt, wenn die Blütenblätter verwelken und durch Wind und Regen zu Boden fallen.

Mein Tipp: Hat man die Zwiebeln unterschiedlich tief und sogar zeitversetzt gepflanzt, kann man die Blütezeit verlängern.

Zum Ende der Tulpenzeit stellt sich nun wieder die große Frage: Werden Tulpenzwiebeln ausgegraben und bis zum Herbst gelagert oder lässt man sie einfach im Beet und hofft darauf, dass sie im nächsten Jahr wieder neu austreiben.

Tulpenzwiebeln ausgraben oder im Beet lassen

Tulpen im Beet lassen

Ich persönlich belasse sie im Beet, da es mir zu viel Arbeit ist, alle im Garten verteilten Zwiebeln auszubuddeln und dann an einem geeigneten Platz bis zum Herbst aufzubewahren. Bisher hat das immer bestens geklappt und viele kommen jedes Jahr wieder – manche in noch größerer Menge. Besonders in dicht bepflanzten Beeten ist es schwierig die Zwiebeln möglichst schonend auszugraben, ohne dabei die gerade im Wachstum stehenden Stauden ringsum zu stören.

Was spricht dagegen, die Zwiebeln im Boden zu belassen?

Für die Blütezeit hat die Pflanze ihre ganze Kraft gegeben. In der Übersommerung hätten die Zwiebeln Zeit sich zu erholen, um dann im Folgejahr wieder mit voller Kraft zu blühen. Bleiben sie nun aber im Boden, kann die Erholungsphase eher schwierig sein, denn im Boden passiert während des Sommers eine ganze Menge.

Ein weiterer Punkt dagegen sind Wühlmäuse. Viele berichten davon, dass die Tulpen “verschwinden”. Das kann durchaus daran liegen, dass die Nager sich die Zwiebeln zu Gemüte führen. So einen Leckerbissen lassen sie sich nicht entgehen. Hat man also im Garten ohnehin Probleme mit Wühlmäusen, würde ich sie ausgraben oder von vornherein in Pflanzkörbe legen, die mitsamt der Zwiebeln verbuddelt werden.

Tulpenzwiebeln ausgraben und übersommern

Für das Ausgraben sprechen folgende Aspekte:

  • Die Zwiebeln können sich erholen und gewinnen im Sommerlager Kraft für die nächste Saison.
  • Sie sind geschützt vor Wühlmäusen oder engagierten Gärtnern, die in den Beeten buddeln, ohne auf Zwiebeln im Boden zu achten.
  • Die Gestaltung von Beeten, insbesondere nach Farb- und Blühaspekten, kann besser geplant werden.
Tulpenzwiebeln richtig lagern

Wie lagert man Tulpenzwiebeln ein?

Ganz wichtig ist, dass man die Zwiebeln so lange im Boden belässt, bis das Laub komplett abgestorben ist. Den Blütenstempel sollte man rechtzeitig abschneiden, um die Bildung von Samen zu verhindern. Denn das bedeutet für die Pflanze noch mehr Kraftaufwand.

Wenn das Laub verwelkt ist, werden die Tulpenzwiebeln möglichst tief ausgegraben, um die Wurzeln nicht zu verletzen. Mit einem scharfen, sauberen Messer wird nun das Laub abgeschnitten. Anschließend wird die Erde vorsichtig entfernt. Am besten lässt man sie dafür etwas antrocknen und bröselt sie dann vorsichtig ab. Dadurch lässt sich erkennen, ob Beschädigungen oder faule Stellen zu sehen sind. Solche Zwiebeln sortiert man besser aus.

Gelagert werden Tulpenzwiebeln bei konstanten 5-10°C. Sie werden entweder auf ein luftiges Gitter gelegt oder in einer Kiste auf trockenem Sand. Bei Feuchtigkeit oder höherer Temperatur könnten sie frühzeitig zu keimen beginnen. Und Vorsicht vor Mäusen, die sich gerne über Blumenzwiebeln hermachen!

Mein Tipp: Beschriftet unbedingt, welche Farben/Sorten in welcher Kiste lagern. Denn das lässt sich später nicht mehr zuordnen.

Was ist nun besser: Ausgraben oder im Boden lassen?

Das muss letztendlich jeder für sich entscheiden. Probiert doch einfach mal beide Varianten aus und schaut, was für euch bessere Ergebnisse erzielt. Ich werde die Zwiebeln (zum Großteil) im Boden belassen, um mir viel Arbeit zu ersparen. Außerdem habe ich keinen optimalen Platz für die Übersommerung, weswegen ich das ‘Risiko’ bewusst eingehe, dass im nächsten Jahr einige Tulpen nicht wieder blühen.

Autor

Warum es die Grüneliebe gibt? Weil ich mit Leidenschaft in meinem Garten bin und frische, gute Lebensmittel liebe. Meine Erfahrungen und Erlebnisse gebe ich euch auf grüneliebe.de weiter und hoffe euch damit zu inspirieren. Viel Spaß beim Lesen und Stöbern!

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