Kürbis und Zucchini Anzucht im April

Jungpflanzen sind jeder Witterung im Freien schutzlos ausgeliefert – Pflanzen abhärten hilft ihnen gut damit klarzukommen.

Die Aussaaten auf der Fensterbank oder im Gewächshaus haben sich prächtig entwickelt. Geschützt und warm konnten sie die ersten Wochen Kraft sammeln und ihre ersten Blätter entwickeln. Bevor sie ins Freiland kommen, müssen sie sich aber an schwankende Tag- und Nachttemperaturen, an brennende Sonne und kalten Schatten, an kräftigen Wind und prasselnden Regen gewöhnen. Im Freiland stehen sie ungeschützt im Beet. Robust werden sie, wenn sie vor dem Setzen ins Freiland gut abgehärtet werden.

Tomaten ins Freie Jungpflanzen in den Gemüsegarten

Pflanzen abhärten – So geht’s

Nach dem Pikieren, also dem Vereinzeln der Jungpflanzen in Töpfe, wachsen die Setzlinge kräftig weiter und bilden ihre ersten richtigen Blätter und Triebe. Sie standen bislang aber immer geschützt im Warmen. Ab April werden die Jungpflanzen nun behutsam abgehärtet. Dazu werden sie langsam an das Klima im Freien gewöhnt.

Man stellt sie tagsüber, wenn die Temperaturen angenehm sind, für wenige Stunden raus auf den Balkon oder die Terrasse. Sie dürfen aber nicht in der Sonne stehen, denn dadurch kann es zu Verbrennungen kommen, die der Pflanze schaden. Ein geschützter Platz im Schatten ist ideal. Es sollte aber nicht zu kalt sein. Ggf. kommt eine Schutzhaube über die Pflanzen oder eine Wärmedämmung unter die Töpfe.

Die Zeit im Freien wird täglich verlängert. Nach einigen Tagen kann den Pflanzen dann auch etwas Sonne gegönnt werden. Wenn die Tempraturen auch während der Nacht auf dem geschützten Balkon nicht mehr in Richtung 0 Grad gehen, können die Pflanzen nun auch abgedeckt die Nacht im Freien verbringen.

Kürbis und Zucchini Anzucht im April

Pflanzen abhärten – Wachstumsschock verhindern

Pflanzen, die nicht oder nicht ausreichend abgehärtet sind, können beim Auspflanzen ins Freie einen Wachstumsschock erleiden. Durch die harten Bedingungen im Freien kann es passieren, dass die Pflanzen innerhalb weniger Tage eingehen. Daher sollte man sich unbedingt die Zeit nehmen, um die mühsam angezogenen Pflanzen abzuhärten und an die Bedingungen draußen zu gewöhnen. Gut abgehärtete Pflanzen wachsen im Gartenbeet gedrungener und kräftiger, sie sind standfester und vor allem kältetoleranter. Sie wachsen schneller im Beet an, da sie sich nicht erst an das Klima im rauen Garten gewöhnen müssen.

Pflanzen abhärten bevor sie ins Freiland kommen
Autor

Warum es die Grüneliebe gibt? Weil ich mit Leidenschaft in meinem Garten bin und frische, gute Lebensmittel liebe. Meine Erfahrungen und Erlebnisse gebe ich euch auf grüneliebe.de weiter und hoffe euch damit zu inspirieren. Viel Spaß beim Lesen und Stöbern!

ommentare

  1. Hallo Sandra, Danke für den Tipp mit dem abhärten, ich werde es in diesem Jahr mit dem Chili mal probieren.

  2. Hallo Ihr lieben,
    Jungpflanzen abhärten bevor sie ins freien kommen ist gut und schön, aber ich weiß nicht wie das funktionieren soll!! auf die Fensterbank sind ca. 22 grad und draußen sind Temperaturen wie in Winter!!!! habe ich einige Jungpflanzen nach draußen gebracht und zugedeckt! Am nächten Tag waren sie alle kaputt!!! Zu kalt! Wo ist die Alternative? In der Garage ist durch eine Glas-Wand, etwas Hell aber doch nicht Hell genug!
    Habt ihr ein Tipp für mich?
    liebe Grüße
    Angelo aus Lünen

    • Sandra Antworten

      Das Abhärten muss man ganz langsam und behutsam machen. Erstmal nur für eine Stunde rausstellen (am besten zur wärmsten Zeit des Tages), am nächsten Tag für 2 Stunden usw. Am Anfang auf keinen Fall in die Sonne, sondern in den windgeschützten Schatten. Die Temperaturen sollten tagsüber am besten so zwischen 12-18 Grad sein. Dieses Jahr ist das wirklich etwas schwierig und es tut mir leid, dass deine Pflänzchen kaputt gegangen sind. Beim Abhärten geht es darum, die Pflanzen ganz langsam vom behüteten Drinnenklima an das ‚echte‘ Draußenklima mit Wind, mehr Licht (irgendwann Sonne) etc. zu gewöhnen. Rechne ruhig mit 2-3 Wochen zum Abhärten der Pflanzen und achte dabei immer auf das Wetter. Der Temperaturunterschied von drinnen zu draußen sollte nicht zu groß sein.
      Viele Grüße
      Sandra

    • Meine Tomatenpflanzen brechen schnell im Gewächshaus.Sehr groß gewachsen ,2 m,mit wenig noch grünen Früchten.Habe bei Sonnenschein täglich gegossen und in denn Regenzeit nicht.2m× 0,7m Treibhaus.Wenng sonne?

      • Sandra Antworten

        Tomaten muss man gar nicht so oft gießen. Je mehr sie „verwöhnt“ werden, desto schwächer wachsen sie. Das kann dann zu langen, dünnen Pflanzen führen. Also mein Tipp: Jungpflanzen regelmäßig gießen, aber dann, sobald die Pflanzen gut eingewachsen sind nur noch alle paar Tage gießen (außer es ist extrem heiß und trocken). Im Gewächshaus gieße ich meine Tomaten auch nur alle paar Tage (mittlerweile mit Bodenfeuchtesensor geregelt).
        Für diese Saison solltest du die Pflanzen unbedingt stützen, damit sie nicht abbrechen. Ich drücke dir die Daumen, dass du noch reichlich ernten kannst!

  3. Hallo Sandra,
    vielen lieben Dank für die viele nette Tips! :-)
    Ich werde mir die beste Mühe geben und sie bevolgen.
    Viele Grüße
    Angelo

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