Rotkohl einfrieren – roh oder blanchiert?

Das letzte Gemüse ist geerntet und es ist mal wieder zu viel, um es direkt zu verspeisen. Daher müssen wir den Rotkohl einfrieren.

Beim Einfrieren von Gemüse stellt sich immer wieder die Frage: Muss das Gemüse vorher blanchiert werden oder kann es auch roh eingefroren werden? Der Vorteil davon, Gemüse roh einzufrieren, liegt ganz klar auf der Hand: Das spart Zeit für die Vorbereitung und es spart Energie. Denn um Gemüse zu blanchieren, muss Wasser gekocht werden. Ergo: Es wird Strom oder Gas verbraucht, je nach Art des Herdes. Schadet es also dem Rotkohl, wenn er roh eingefroren wird?

Die meisten Gemüsesorten enthalten einen großen Anteil an Wasser. Durch das Einfrieren gefriert auch das Wasser in den Zellen und bildet Kristalle, die die Zellwände durchbrechen. Wird das Gemüse dann wiederum aufgetaut, bricht das Zellgerüst zusammen und das Gemüse wird lasch. Je höher also der Anteil an Wasser im Gemüse, desto lascher wird es nach dem Auftauen.

Rotkohl einfrieren – so geht’s!

Rotkohl einfrierenKommen wir zurück zum Rotkohl: Rotkohl wird häufig dazu verwendet die gleichnamige Beilage “Rotkohl” herzustellen. Es gibt unterschiedliche Varianten wie Apfelrotkohl oder Johannisbeerrotkohl. Je nach Region und Vorliebe wird der Rotkohl sehr musig gekocht. Bei dieser Variante ist es daher überhaupt kein Problem, wenn Rotkohl klein geschnitten und roh eingefroren wird. Möchte man lieber bissfesten Rotkohl zubereiten, sollte der kleingeschnittene Kohl vor dem Einfrieren wenige Minuten in siedendem Salzwasser blanchiert werden. Eiskalt abschrecken, gut abtropfen lassen und in Gefrierbeuteln portionieren.

Rotkohl kühl lagern – die Alternative

Rotkohl lässt sich in einem dunklen, kühlen Keller sehr gut lagern. Gesunde Köpfe, die von den Außenblättern und vom Strunk befreit wurden, werden auf Stroh gelegt. Wenn noch ein gesunder und sauberer Strunk vorhanden ist, können die Kohlköpfe mitsamt Hüllblättern an Schnüren aufgehängt werden. So lässt sich der Rotkohl einige Monate lagern.

Im Kühlschrank kann Rotkohl etwa zwei Wochen lang aufbewahrt werden. Frischer Rotkohl schmeckt fein geschnitten als Salat sehr lecker und wird mit ein paar kleinen Kniffen zu einer raffinierten Beilage. Probiert doch mal Rotkohlsalat mit Mango, Orangenfilets oder Ingwer.

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