Was ist ein Mietgarten?

Immer öfter hört und sieht man es, doch noch längst wissen nicht alle: Was ist ein Mietgarten?

In vielen Köpfen steckt immer noch der Gedanke, dass ein Gemüsegarten mit unterschiedlichen Sorten an leckerem Gemüse nur Hausbesitzern mit eigenem Garten oder Kleingärtnern bzw. Schrebergärtnern vorbehalten ist. Doch seit einigen Jahren stimmt das nicht mehr. Denn der Trend, insbesondere für Städter, geht hin zum eigenen Gemüsegarten – ganz ohne Grundstücksbesitz oder Vereinsregelungen. Der Mietgarten ist der eigene Gemüsegarten für eine Saison.

Was ist ein Mietgarten und wie funktioniert das?

Im Mietgarten kann jeder sein eigenes Gemüse säen, pflanzen, pflegen und natürlich frisch ernten. In der Regel befindet sich der Mietgarten auf einem Feld, in der Peripherie von Städten in ganz Deutschland. Der große Vorteil: Sowohl Gartenneulinge als auch bereits erfahrene Gärtner finden sich in einem Mietgarten gut zurecht. Mitbringen sollte man Spaß an der Gartenarbeit, ein bisschen Zeit für das Gärtnern von etwa April bis November und natürlich Lust auf frisches, selbst angebautes Gemüse.

Die verschiedenen Mietgärten in Deutschland werden von zumeist regionalen Anbietern oder von Landwirten angeboten. Das Konzept der Mietgarten-Anbieter ist sich recht ähnlich: Die Saison beginnt etwa im April/Mai, wenn der Gemüsegarten im Freiland beackert werden kann. Jeder Mietgärtner bekommt seine eigene Parzelle, für die ein einmaliger Saisonbetrag zu bezahlen ist. Zäune zwischen den Parzellen gibt es nicht.

Zum Start wird der Boden vom Landwirt vorbereitet, sodass man sich selbst nur noch um die Pflanzen kümmern muss. Aber auch da gibt es Hilfestellung von den meisten Anbietern: Oft werden die ersten verschiedenen Gemüsesorten gesät oder gepflanzt. Damit man als Hobbygärtner nicht immer Geräte etc. mitschleppen muss, werden Gartengeräte und Wasser zur Verfügung gestellt. Für Gartenneulinge sind zusätzliche Services wie ein persönlicher Ansprechpartner oder Tipps direkt vor Ort sehr hilfreich.

Frühbeet anlegen

Nach dem Start geht es dann los: Es wird geackert und gebuddelt bis in den späten Herbst. In diesem Zeitraum können die meisten einjährigen Gemüsesorten bis zur Ernte angebaut werden. Das sind bspw. Kartoffeln und Zwiebeln, Möhren und Bohnen, Kürbis und Zucchini, Spinat und Mangold. In einem Gemüsegarten von etwa 40-50 m² können sich zwei Personen über den gesamten Sommer mit frischem Gemüse versorgen. Die Vielfalt ist reichlich – bis zu 30 verschiedene Sorten sind auf einer solchen Fläche möglich.

Nicht unterschätzen sollte man aber die Arbeit im Mietgarten. Denn auch wenn die Fläche überschaubar erscheint, gibt es viel zu tun. Bereits mit dem Start muss man sich um Aussaaten, Pflanzungen, Unkraut jäten, Boden lockern, Gießen, Schädlingsbekämpfung und natürlich später um das Ernten kümmern. Zeitlich kann man von etwa 2-3-mal pro Woche Gartenarbeit ausgehen. Die jeweilige Dauer liegt bei mindestens 1-2 Stunden Zeit. Wenn der Sommer besonders heiß und trocken wird, kann das auch mehr sein. Aber letztendlich ist es jedem Gärtner selber überalssen, wie viel Zeit er oder sie im eigenen Mietgarten verbringt. Wer weniger Zeit investiert, wird vermutlich auch weniger ernten können.

Was ist ein Mietgarten? Mehr als nur Arbeit!

Die Gartenarbeit sollte nicht als anstrengende, verpflichtende oder gar lästige Arbeit betrachtet werden, sondern als Freizeitvergnügen und als Auszeit vom hektischen Alltag. Sogar als Workout kann die Gartenarbeit verstanden werden, denn das Ackern ist richtig anstrengend und bringt den Hobbygärtner desöftern zum Schwitzen! Der Lohn der ganzen Mühen ist das leckere und frische Gemüse, das gleich viel besser schmeckt, weil man es selbst angebaut hat.

 

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