Suppengemüse trocknen – die Basis für selbstgemachte Gemüsebrühe

Suppengemüse trocknen

Das Dörren ist für mich zu einer der liebsten Methoden geworden, mit der ich Obst und Gemüse haltbar mache – warum dann nicht auch Suppengemüse trocknen?

Aus dem Gemüsegarten hatte ich vor den Mäusen und Kaninchen noch einige Möhren, Pastinake und Lauch retten können. Für mich genau die richtige Mischung für Suppengemüse. Statt Pastinake kann man auch Sellerie oder Petersilienwurzel nehmen. Fehlen nur noch ein paar Kräuter wie Petersilie oder Maggikraut und Salz, schon hat man alle Zutaten für eine selbstgemachte Gemüsebrühe zusammen.

Möhren und Pastinaken Ernte

Ich habe zunächst nur das Suppengemüse getrocknet. Die etwas groberen Stückchen weichen durch das Kochen in heißer Suppe wieder auf, saugen sich mit Wasser voll und ergeben damit eine tolle Gemüseeinlage für ganz unterschiedliche Suppen. Suppengemüse trocknen kann man sowohl im Backofen als auch im Dörrautomaten.

Und so geht’s – Suppengemüse trocknen

Möhren und Pastinake werden gut gewaschen und mit der Gemüsebürste gereinigt. Wer möchte, kann das Gemüse schälen. Da mein Gemüse aus meinem Garten kommt, verwende ich die Wurzeln mit Schale. Das Grün entfernen und das Gemüse in kleine Würfel schneiden. Den Lauch abwaschen und die äußeren Blätter entfernen. In schmale Ringe schneiden.

Die Gemüsestückchen bzw. -ringe gleichmäßig auf die Etagen des Dörrautomaten verteilen. Bei einer Temperatur von ca. 40-45°C etwa 4 Stunden lang trocknen, bis alles gut durchgetrocknet ist. Alternativ könnt ihr das Gemüse auch im Ofen dörren. Temperatur und Dauer stimmen ungefähr mit dem Dörrautomaten überein. Gut auskühlen lassen und in ein sauberes, trockenes Gefäß füllen. Luftdicht verschließen – fertig!

Übrigens: Je schonender das Gemüse getrocknet wird, desto mehr Vitamine bleiben erhalten. Ihr habt vielleicht schon mal davon gehört, dass Rohkost nur mit einer maximalen Temperatur von 42°C erhitzt werden darf, da bei höhren Temperaturen Enzyme zerstört werden und man dann nicht mehr von Rohkost spricht. Also: Je geringer die Temperatur, desto besser für das Gemüse. Das heißt aber auch, dass die Trocknungsdauer etwas länger ist.

Suppengemüse trocknen für selbstgemachte Gemüsebrühe

Selbstgemachte Gemüsebrühe aus getrocknetem Suppengemüse

Wenn ihr aus dem Suppengemüse jetzt noch ein selbstgemachtes Suppenpulver machen wollt, müsst ihr zunächst noch Kräuter trocknen. Am besten eignen sich Petersilie und Maggikraut. Diese werden ebenfalls wie das Gemüse klein geschnitten und im Dörrautomaten oder im Backofen getrocknet. Da die Kräuter sehr feine Blätter haben, geht das ziemlich schnell.

Die Kräuter mit dem Gemüse im Mixer fein zermahlen. Mit etwas Salz würzen und in einem verschließbaren Behälter aufbewahren, bis die nächste Suppe zubereitet wird!

Mein Tipp: Nehmt nicht zu viel Salz. Lieber die Suppe nachwürzen, als versalzene Gemüsebrühe haben, oder?

Somit habt ihr eine gesunde Gemüsebrühe ganz einfach selbst gemacht. Suppengemüse trocknen geht schnell und einfach. Der Vorteil: Ihr habt ganz lange etwas von eurem leckeren Gemüse und könnt es immer verwenden, wann immer ihr es braucht – ganz natürlich und ohne Zusatzstoffe!

 

 

Zum Dörren habe ich diesen Dörrautomaten verwendet, mit dem ich sehr zufrieden bin:

Sandra

Warum es die Grüneliebe gibt? Weil ich mit Leidenschaft in meinem Garten bin und frische, gute Lebensmittel liebe. Meine Erfahrungen und Erlebnisse gebe ich euch auf grüneliebe.de weiter und hoffe euch damit zu inspirieren. Viel Spaß beim Lesen und Stöbern!

4 Antworten

  1. Andrea sagt:

    Hi Sandra!
    Danke für den guten Beitrag! Ich dörre auch gerne Kräuter und Obst, gerade für den Winter.
    Hast du schon mal Pilze gedörrt und zerkleinert? Die schmecken auch sehr gut in Suppen 🙂
    Eine Frage zu deinem Dörrgerät: Ich verwende dieses Modell (www.vitality4life.de/kuechengeraete/doerrautomaten), bin auch sehr zufrieden damit. Im Vergleich zu deinem ist mir beispielsweise aufgefallen, dass dein Gerät nur zwei Temperaturstufen hat. Schränkt dich das nicht ein? Außerdem verwende ich gerne eine geringere Stufe, da Temperaturen unter 40°C sehr gut dafür geeignet sind, Vitamine etc. beizubehalten.
    Ich frage deswegen, weil eine Freundin auch gerne Dörren ausprobieren möchte, sich aber nicht direkt ein teures Gerät kaufen möchte.
    Vielen Dank, Andrea

    • Sandra sagt:

      Liebe Andrea,
      du hast vollkommen recht: Mein Dörrgerät ist ein Einsteigermodell und bei der Temperaturauswahl ist man tatsächlich etwas eingeschränkt. Das hat aber bisher nur wenig gestört. Wenn deine Freundin das Dörren erstmal ausprobieren will, würde ich zu einem solchen Einsteigergerät raten. Das ist ja wie bei viele Dingen, je höher die Ansprüche werden, desto teurer die Anschaffung 😉
      Pilze dörre ich auch und wir verwenden sie sehr gerne in Suppen. Das gibt einen ganz besonderen Geschmack!
      Viele Grüße
      Sandra

  2. Sabine Schlemminger sagt:

    Hallo, ich dörre seit einiger Zeit voller Begeisterung Tomaten, Äpfel, Bananen und Kräuter und an Fleisch habe ich mich auch schon versucht. Gerade versuche ich mich an Suppengemüse. Wenn es fertig ist – wieviel Salz sollte man zufügen. Oder soll man Salz ganz weglassen und das getrocknete Gemüse „pur“ verwenden?
    Viele Grüße, Sabine

    • Sandra sagt:

      Liebe Sabine,
      ich verwende das trockene Gemüse pur, also wirklich als Suppengemüse. Die Alternative mit Salz ist wie gekörnte Brühe zu verwenden, die man sonst im Supermarkt kauft. Dazu sollte das Gemüse auf jeden Fall kleiner geschnitten, am besten geraspelt und nach dem Trocknen mit etwas Salz gemischt werden (etwa 1/2 – 1 TL auf 500 g Gemüse). Du kannst ja beide Varianten mal ausprobieren und schauen, was dir besser schmeckt. Ich nehme, wie gesagt, gerne das Suppengemüse pur und würze dann die Suppe entsprechend erst beim Kochen mit Salz und Kräutern.
      Viele Grüße
      Sandra

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.