Im Winter und im Sommer: Portulak anbauen

Portulak anbauen im Sommer und im Winter - Sommerportulak anbauen

Sommerportulak

Portulak ist ein etwas in Vergessenheit geratenes Gemüse, welches unbedingt mehr Aufmerksamkeit verdient. Es schmeckt frisch und knackig, lässt sich leicht anbauen und das auch noch im Sommer wie im Winter!

Jedes Jahr wächst in meinem Gemüsegarten eine neue Sorte. Ich probiere gerne aus, ob es mir schmeckt und wie es wächst. In diesem Jahr ist es der Winterportulak, den ich gerade erst in einem frischen, grünen Frühlingssalat auf dem Blog vorgestellt habe. Die Reaktionen darauf waren sehr positiv, weshalb ich euch das Gemüse jetzt ein bisschen näher vorstellen möchte. Denn neben dem Winterportulak gibt es auch den Sommerportulak. Man kann also ganzjährig Portulak anbauen.

Portulak anbauen – Sommer oder Winter?

Die Frage stellt sich bei diesem Blattgemüse gar nicht, denn es gibt zwei Arten:

  • Winterportulak (Claytonia perfoliata), auch gewöhnliches Tellerkraut, Kuba-Spinat oder Winterpostelein genannt.
  • Sommerportulak (Portulaca oleracea), auch Gemüse-Portulak oder einfach nur Portulak genannt.

Er ist eine dickfleischige, krautige Pflanze, die durch ihren üppigen Wuchs lange beerntet werden kann. Erst wenn die Blüten aufgehen, werden die Blätter bitter.

Sommerportulak wird in der Zeit von März bis August direkt ins Freiland gesät. Nach etwa 4-6 Wochen kann die Ernte beginnen.

Winterportulak wird von September bis Oktober gesät. Er benötigt etwas länger und kann nach etwa 8 Wochen beerntet werden. Er überwintert gut und so kann bereits früh im Jahr, wenn der Gemüsegarten noch im Winterschlaf ist, wieder geerntet werden. Im Frühbeet kann er sogar durchgängig beerntet werden, wenn die Temperaturen nicht zu gering werden. Außerdem ist er so vor Nässe geschützt, was die Ernte erleichtert.

Portulak - Winterportulak im Hochbeet

Winterportulak

Aussaat und Pflege von Portulak

Die Samen werden locker in Reihen mit Abstand von 40 cm gesät. Dabei sollte die Saatrille 1 cm tief sein und die Samen entsprechend mit Erde bedeckt werden. Man benötgt nicht allzu viele Samen, da die Pflanzne gut und üppig wachsen. Die Pflanzen erreichen eine Höhe von etwa 30-40 cm.

Durch die Ernte werden die Portulakpflanzen automatisch zurückgeschnitten, wodurch ein zu starkes verzweigen und wuchern verhindert wird. Übrigens können bei der Ernte ganze Zweige abgeschnitten und anschließend die Blätter abgezupft werden. Es bilden sich im Laufe der Saison immer neue Triebe.

Portulak ist recht pflegeleicht und robust gegen Krankheiten. Allerdings können sich Schnecken an den frischen Blätter zu schaffen machen.

Frühlingssalat mit Winterportulak aus dem Garten und Brötchen
Eine Rezeptidee für Portulak findet ihr hier. Er wird gerne als Salat verspeist, da die Blätter knackig frisch sind. Geschmacklich erinnern sie mich an jungen Spinat, sind also nicht besonders geschmacksintensiv. Dafür sind sie gesund, da sie viel Vitamin C und Omega-3-Fettsäuren enthalten. Man kann das Blattgemüse auch kurz andünsten als Gemüsebeilage.

 

Portulak anbauen im Sommer und im Winter

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Sandra

Warum es die Grüneliebe gibt? Weil ich mit Leidenschaft in meinem Garten bin und frische, gute Lebensmittel liebe. Meine Erfahrungen und Erlebnisse gebe ich euch auf grüneliebe.de weiter und hoffe euch damit zu inspirieren. Viel Spaß beim Lesen und Stöbern!

2 Antworten

  1. Antje sagt:

    Portulak wird dieses Jahr auch bei Meine Ernte“ ausgesät und ich kannte es vorher noch nicht. Nun weiß ich, wie es aussieht und was ich damit machen kann. Vielen Dank?

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