Der sich rasant ausbreitende Pilz erreicht die Tomatenpflanzen fast jedes Jahr – doch was hilft gegen die gefürchtete Braunfäule an Tomaten?

Tipps gegen Braunfäule an Tomaten

Dieses Jahr ist anders. In vielerlei Hinsicht. In gärtnerischer Sicht war es bisher zu kalt, zu nass und zu wenig sonnig. So lange wie in diesem Sommer habe ich noch nie auf die erste Tomatenernte warten müssen. Trotz Gewächshaus. Und von so vielen Gartenenthusiasten trudeln schon seit Wochen die Meldungen ein, dass die Braunfäule da ist und innerhalb kürzester Zeit sämtliche Pflanzen befallen hat. So schlimm, dass nahezu alle Pflanzen vernichtet werden mussten, noch bevor die erste Frucht reifen konnte.

Kraut- und Braunfäule an Tomaten – Was passiert denn da?

Hinter der Kraut- und Braunfäule an Tomaten steckt der gemeine Phytophthora infestans, ein Schädlingspilz. Durch den Pilz welken die Blätter, sie werden braun und der Pilz rafft die gesamte Pflanze mit den kostbaren Früchten dahin. Nicht nur Tomaten sind betroffen, vor allem sind es Kartoffeln. Und diese übertragen den Pilz durch Sporen in der Luft an umliegende Tomatenpflanzen. Durch den vielen Regen können sich die Pilzsporen verteilen, denn die Blätter an den Pflanzen sind feucht. Ein optimales Milieu für die Braunfäule.

Das ist auch der Grund, warum Tomaten gerne unter Dach angebaut werden. Sie stehen dadurch trockener und die Gefahr, dass sich der Pilz auf feuchtem Blattwerk absetzen kann, ist geringer. Allerdings kann sich der Pilz in Gewächshäusern genauso ausbreiten, wenn die Pflanzen durch hohe Luftfeuchtigkeit und Kondenswasser feucht sind.

Braunfäule an Tomaten

Meine 6 Tipps gegen die Braunfäule – Vorbeugen und Bekämpfen

Was hilft denn nun gegen die Braunfäule an Tomaten? Vorbeugen ist natürlich immer besser, insbesondere bei diesem sich rasant vermehrenden Pilz. Starke Pflanzen sind gesunde Pflanzen. ich empfehle da immer gerne Pflanzenjauchen zur Stärkung. Um der Braunfäule vorzubeugen kann ich euch folgende Tipps auf den Weg geben:

  1. Kartoffeln und Tomaten weit entfernt voneinander anbauen
  2. Tomaten überdachen, damit sie nicht regennass werden
  3. Nicht von oben wässern, immer im Wurzelbereich gießen
  4. Platz zwischen den Pflanzen lassen, damit Blätter schnell abtrocknen können
  5. Pflanzen von unten entblättern, damit keine Blätter den Boden berühren können
  6. Boden mulchen, damit Spritzwasser nicht nach oben an die Pflanzen gelangt
Braunfäule an Tomaten - Was dagegen hilft

Wenn ihr die ersten dunklen Flecken entdeckt, dann handelt möglichst sofort: Alle betroffenen Pflanzenteile abschneiden und über den Hausmüll (!) entsorgen. Der Pilz überwintert, daher könnte er sich bei der Entsorgung über den Kompost oder Biomüll im nächsten Jahr wieder ausbreiten. Es empfiehlt sich auch die Gartenschere anschließend zu desinfizieren und die Hände gründlich zu waschen.

Und ab jetzt: Regelmäßig, am besten täglich, die Pflanzen kontrollieren und sofort befallene Pflanzenteile entfernen. So kann man die Braunfäule an Tomaten am besten aufhalten.

Braunfäule an Tomaten
Autor

Warum es die Grüneliebe gibt? Weil ich mit Leidenschaft in meinem Garten bin und frische, gute Lebensmittel liebe. Meine Erfahrungen und Erlebnisse gebe ich euch auf grüneliebe.de weiter und hoffe euch damit zu inspirieren. Viel Spaß beim Lesen und Stöbern!

ommentare

  1. Hallo Sandra, na ich drücke die Daumen! Bei unseren feldnachbarn sind die Pflanzenm zwar komplett braun, die Früchte aber immer noch schön rot. Es besteht also Hoffnung…Liebe Grüße aus Berlin

  2. Hallo Connie,

    danke fürs Mut machen :D
    Im Folgebeitrag siehst du, wie ich mit dem Problemchen umgegangen bin.
    Das Chutney ist wirklich lecker ;-)

    Viele Grüße in die Hauptstadt
    Sandra

  3. Kartoffeln bekommen eigentlich immer alle Braunfäule und sorgen so für reichlich Sporen. Meine Tomaten wachsen erst gesund, seit wir umgezogen sind und keine Nachbarn mehr mit Kartoffeln haben….

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