Neuer Mietgarten-Anbieter: Eigenes Feld

In unserem vierten Interview mit Mietgarten-Anbietern sprachen wir mit Frau Mosecker über ihr “Eigenes Feld”.

Hallo Frau Mosecker, Sie sind mit Ihrem Unternehmen “Eigenes Feld” ganz neu am Markt. Was bieten Sie den Gartenfreunden?

“Eigenes Feld” bestellt ein Stück Land mit frischem Gemüse für konsum- und umweltbewusste Menschen, die ihr Gemüse, also den vegetarischen Teil ihrer Ernährung, selber pflegen und ernten wollen. Und dabei noch kräftig sparen möchten. Das Angebot richtet sich an Einzelpersonen, Familien, Freundeskreise, Vereine, Kindergärten, Senioreneinrichtungen und Selbstversorgungsgemeinschaften.

Wie kam es zu dieser Idee?

Seit Jahren versuche ich für mich und meine beiden Kinder auf schnelle unkomplizierte Weise an frisches, gutes und vor allem preiswertes Biogemüse zu kommen. Die Bioläden in meiner Nähe sind rar gesät und oft hochpreisig, die Supermärkte haben nicht die Auswahl und die mobile grüne Kiste lässt mir nicht genug individuelle Auswahl. Ich wollte zudem mehr in der Natur sein und was Nützlicheres machen als Rasen mähen. Gleichzeitig wollte ich unnötige Transportkosten und vor allem Verpackungen vermeiden.

Uta Mosecker, Eigenes Feld

Gründerin Uta Mosecker und Gartenbaumeister Knut Kallenberg, Bildquelle – www.eigenes-feld.de

So entstand die Idee, mir von dem Garten- und Landschaftsbaumeister Knut Kallenberg ein Feld im Vorgarten nach meinen Wünschen anlegen zu lassen. Das Feld machte weniger Arbeit als gedacht, ich war begeistert und es stieß in der Nachbarschaft auf großes Interesse. So beschloss ich, diese Erfahrung sowohl Menschen mit als auch ohne Garten zur Verfügung zu stellen. Das ist der Grund, warum ich Mietfelder, Lösungen für den Balkon, Urban gardening und Felder am Haus anbiete.

Neben den mehr oder weniger klassischen Mietgärten bieten Sie noch mehr an, wie z.B. „Mein Feld auf dem Balkon“ oder das „Gemeinschaftsfeld“. Erzählen Sie doch bitte etwas zu Ihrer gesamten Angebotspalette.

Die Mietfelder, die ich anbiete, unterscheiden sich gegenüber dem Mitbewerber darin, dass der Kunde aus einer Palette von bis zu 20 verschiedenen Gemüsearten auswählen kann, was er gerne möchte. Zusätzlich hat er sogenannte Wunschbeete, wo er auf kleiner Fläche selber experimentieren kann und auch die Saaten alter Züchtungen ausprobieren kann. Wir verwenden ausschließlich Biosaat, verbieten den Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln und unterstützen durch enge Zusammenarbeit die Arbeit von Züchtern alter Kultursaaten, wie das Bingenheimer Saatgut.

Das gilt natürlich auch für die individuelle Anlage der Felder am eigenen Haus. Hier ist der Kunde natürlich frei in seiner Entscheidung. Bei der Bepflanzung der Balkonkästen unterstützen wir den Kunden durch Beratung und Versand der individuellen Saaten. Für private oder institutionelle Gemeinschaftsgärten bieten wir von der Beratung bis hin zum Anlegen des Feldes alles an. Nur pflegen und ernten tun wir nicht.

Hierbei biete ich meine Teamentwicklungskompetenzen als ehemalige Unternehmensberaterin an. Für die Schulen stelle ich begleitendes Unterrichtsmaterial des Vegetarierbundes zur Verfügung und biete eine Verbindung zur Aktion „Gesund macht Schule„ an.

An welchen Standorten ist “Eigenes Feld” vertreten? Also wo kann man in den Genuss eines eigenen bzw. Gemeinschafts-Feldes kommen?

In der Saison 2014 gibt es Mietfelder in Geilenkirchen Hatterath, Haan, Meerbusch, Willich und Zülpich. (Nähere Informationen sind auf der Website zu finden)
Weitere Felder im Raum Aachen, Jülich, Düren, Osnabrück, Vechta, Bremen sind geplant.
Die Felder haben unterschiedliche Gesamtgrößen. Das einzelne Feld ist jedoch immer ca.46 qm groß. Der Ertrag deckt in der Saison den Gemüsebedarf einer 3-köpfigen Familie.

Sind Mietfelder eine Modeerscheinung oder ein langfristiger Trend?

Aus meiner Sicht sehen wir erst den Anfang von Mietfeldern oder den Anbau von Gemüse im eigenen Garten oder auf Terassen und Balkonen. Etwa 8 Millionen Menschen in Deutschland sind Vegetarier oder Veganer, Tendenz stark steigend. Immer mehr Menschen verzichten mehrmals in der Woche auf Fleisch. Der Konsum von Fleisch ist in Deutschland rückläufig. Hier sehe ich auch in Zukunft ein großes Potenzial für mein Angebot.

Wir bedanken uns herzlich für das Interview und wünschen Ihnen eine spannende und erfolgreiche Gartensaison 2014.

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