Pfeffer anbauen und verwenden

Pfefferkörner

Kann man im eigenen Garten Pfeffer anbauen?

Pfeffer und Salz gehören zu den meistverwendeten Gewürzen in der Küche. Den richtigen Pfiff bekommt ein leckeres Gericht erst, wenn frisch gemahlener Pfeffer aus der Mühle darüber kommt. Doch woher kommt Pfeffer eigentlich und könnte man nicht auch im eigenen Küchenkräutergarten Pfeffer anbauen?

Pfeffer anbauen

Pfeffer kommt ursprünglich aus Indien und wird heute vor allem in Asien angebaut. Die wichtigsten Pfefferländer sind Indien, Vietnam, Indonesien, Malaysia und Brasilien. Pfeffer ist eine Kletterpflanze, die an Bäumen empor rankt und mehrere Meter hoch wird. Sie benötigt durchgängig warmes Klima, was auch der Grund dafür ist, dass die Pfefferzucht im heimischen Garten nur bedingt möglich ist. Wer einen Wintergarten hat oder ein sonniges, warmes Treppenhaus, kann durchaus auch selber Pfeffer anbauen. Dabei sollte man darauf achten, dass die Temperaturen auch im Winter nie unter 18° C sinken. Gegossen wird idealerweise mit Regenwasser. Nicht zu viel, damit keine Staunässe entsteht.

Pfeffer kann bis zu zweimal im Jahr geerntet werden. Die Pfefferkörner wachsen an Dolden mit jeweils etwa 50-100 Blüten, die sich zu roten Beeren entwickeln. Bei guter Pflege wird eine Pfefferpflanze sogar 30 Jahre alt!

Schwarzer, weißer, roter und grüner Pfeffer

Worin liegen denn nun die Unterschiede zwischen dem schwarzen, dem weißen, dem roten und dem grünen Pfeffer? Grundsätzlich wachsen alle an ein und derselben Pflanze. Es kommt auf die Ernte und Verarbeitung der Beeren an.

Grüner Pfeffer wird unreif geerntet und die Beeren werden frisch in Salzwasser eingelegt.

Zur Herstellung von schwarzem Pfeffer, der wohl am häufigsten in der Küche verwendet wird, werden die Beeren getrocknet.  Geerntet wird, wenn die Beeren eine leicht rote Färbung erhalten. Durch die Trocknung in der Sonne erhalten die Körner die typische schwarze Färbung.

Weißer Pfeffer ist reifer Pfeffer ohne Schale. Sind die Beeren vollreif, werden sie rot. Die Beeren werden nach der Ernte für etwa 8-14 Tage in Wasser eingelegt, wodurch sich die Schale ablöst. Danach werden sie in der Sonne gebleicht.

Zur Herstellung von rotem Pfeffer werden vollreife Beeren geerntet, die zumeist in eine salzige oder saure Lake eingelegt werden.

Pfeffer in der Küche

In der Küche wird Pfeffer in fast jedem Gericht verwendet. Bei einem köstlichen Pastagericht oder in einem bunten Salat darf eine Prise des scharfen Gewürzes nicht fehlen. Pfeffer zum Mahlen schmeckt richtig gut, da das Aroma aus den gemahlenen Pfefferkörnern optimal zur Geltung kommt.

Tipp: Pfeffer sollte erst nach dem Kochen zum Abschmecken verwendet werden, da bei zu heißen Temperaturen das Aroma verloren geht. Die Schärfe bleibt, aber das typische Pfefferaroma verschwindet. Daher erst kurz vor dem Servieren mit frischem Pfeffer abschmecken und genießen!

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