Das fängt ja gut an! Ein Befall von Trauermücken in meinen Anzuchten vermiest mir den Start in die Gartensaison.

Was tun gegen Trauermücken in Anzuchterde?

Wenn diese winzigen Fliegentierchen erstmal da sind, so wissen sicher viele von euch, ist es schwer sie wieder loszuwerden. Doch woher kommen sie eigentlich? In meinem Fall gehe ich davon aus, dass sie mit der Anzuchterde eingezogen sind. Dabei habe ich extra auf gute Qualität geachtet und einen ganz frischen Sack Anzuchterde verwendet. Aber wenn dort einmal die Eier der Trauermücken drin sind, dann Feuchtigkeit und Wärme hinzukommen, schlüpfen die lästigen Viecher schnell in Massen.

Trauermückenlarven fressen Wurzeln

Die Fliegentiere sind lästig, aber eigentlich nicht gefährlich. Allerdings legen sie ihre Eier in der Erde ab. Die geschlüpften Larven ernähren sich von Pflanzenresten und jungen Wurzeln. Und genau das ist die Problematik bei den Anzuchten. Man merkt relativ schnell, dass die Keimlinge sich nicht mehr weiterentwickeln und verkümmern. Die ganze Anzuchtarbeit scheint umsonst, denn es ist schwer, die Erde von den Trauermücken nachhaltig zu befreien.

Was tun gegen Trauermücken in Anzuchterde?

Was hilft gegen Trauermücken?

  • Gelbtafeln: Die gelben Tafeln haben eine klebrige Oberfläche. Durch die Farbe werden die Trauermücken angelockt, bleiben an der Oberfläche kleben und können somit keine Eier mehr in der Erde ablegen.
  • Zündhölzer: Steckt man die Seite mit dem Zündkopf in die Erde, sollen die Eier durch Abgabe von geringen Mengen Schwefel absterben. Den Pflanzen macht das in der Regel nichts aus.
  • Neem-Öl: Ein natürliches und gut wirksames Mittel ist Neem-Öl, welches in Wasser verdünnt auf den Pflanzen und der Erde verteilt wird. Bei den Anzuchten helfen bereits einige Tropfen Neem-Öl, die zusammen mit dem Gießwasser verabreicht werden.
  • Erde austrocknen: Trauermücken entwickeln sich in feuchter, zimmerwarmer Erde. Daher kann es durchaus helfen, die Erde austrocknen zu lassen. Allerdings geht das eigentlich nur bei Zimmerpflanzen, denn das Saatgut und die empfindlichen Keimlinge dürfen keinesfalls austrocknen. Diese Methode hilft also bei den Anzuchten nicht.
  • Erde austauschen: Wenn der Befall zu groß wird hilft nur noch eins: Erde komplett austauschen. Wenn die Keimlinge schon aus der Erde gucken, sollte man sie ganz vorsichtig mit einem Pikierstab aus den Töpfchen holen. Dann die zarten Wurzeln von möglichst viel Erde befreien und in neue, frische Erde umpflanzen.
Was tun gegen Trauermücken in Anzuchterde?

Noch ein Tipp: Wenn ihr Pflanzen umtopft, macht das am besten nicht dort, wo eure Anzuchten später wieder stehen sollen. Jede übriggebliebene Trauermücke im Zimmer wird sich sonst wieder den Weg zurück in die Erde suchen und neue Eier ablegen. Vorsorglich sollte eine Gelbtafel bei den Anzuchten platziert werden oder die Töpfchen mit etwas Neem-Öl begossen werden.

Anzuchten neu starten

Ist der Befall zu groß und die genannten Methoden zeigen allesamt keine Wirkung, dann hilft alles nichts: Man muss mit den Anzuchten komplett neu starten. Je früher, desto besser. Also beobachtet eure Pflänzchen gut, damit ihr einem möglichen Befall schnell entgegenwirken könnt.

Was tun gegen Trauermücken in Anzuchterde?
Autor

Warum es die Grüneliebe gibt? Weil ich mit Leidenschaft in meinem Garten bin und frische, gute Lebensmittel liebe. Meine Erfahrungen und Erlebnisse gebe ich euch auf grüneliebe.de weiter und hoffe euch damit zu inspirieren. Viel Spaß beim Lesen und Stöbern!

ommentare

    • Sandra Antworten

      In meinen Zimmerpflanzen hatte ich zuletzt vermehrt Tongranulat verwendet. Vogelsand probiere ich nochmal aus, danke dir für den Tipp!

  1. Zimt und getrockneter Kaffeesatz hilft auch. Sand habe ich auch schon probiert und SF-Nematoden!

    Liebe Grüße!

  2. Wieder etwas gelernt. Liebe Sandra vielen Dank für diesen Artikel. Ich hab leider einige dieser kleinen Viecher an meinen Jungpflänzchen. Ich hab sie immer für harmlos gehalten. Nun hab ich mir sofort Gelb-Klebe-Fallen besorgt und hoffe, dass es nicht su spät ist.
    Danke!

  3. Trauermüken hatten wir bisher noch nicht, aber schon den Fall, dass über Nacht die jungen Pflänzchen komplett abgefressen wurde. Man konnte nicht mal mehr eine Spur der Pflanzen entdecken. Das war schon hart. Die übrigen Pflanzen haben wir dann jede Nacht unter einer Abdeckung versteckt.

    Viele liebe Grüße
    Wolfgang

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