Private Nutztierhaltung – Teil 1: Hühnerhaltung im eigenen Garten

Voraussetzung für die Hühnerhaltung im eigenen Garten ist selbstverständlich der entsprechende Platz.

Ein Garten ist unablässlich. Neben dem Stall, der für die Tiere das Nachtquartier und Schutz vor Kälte darstellt, ist auf genügend Auslauf für die bodenlebenden Vögel zu achten. Das Gelände für die Hühner wird mit einem Maschendrahtzaun abgesteckt. Der Zaun sollte etwa 45 cm tief in die Erde eingegraben werden und ca. 2 m hoch sein. Damit wird sichergestellt, dass weder Hühner entfliehen noch andere Tiere in das Gehege eindringen können. Die Größe und Art des Stalls hängt u.a. von der Anzahl der Hühner ab.

Hühnerhaltung

Die Wahl der Hühnerrasse – Welche Arten eignen sich, welche nicht?

Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Rassen für die Hühnerhaltung im eigenen Garten. Sie unterscheiden sich in Farbe, Form und bestimmten Qualitätsmerkmalen, wie z.B. Fleischqualität, Legezuverlässigkeit und Farbe der Eier. Die Auswahl der geeigneten Rasse hängt auch von den lokalen Bedingungen ab. Vor der Anschaffung von Hühnern sollte man sich daher genau erkundigen, welche Rassen in der Gegend zu bekommen sind.

Hühnerhaltung im eigenen Garten – Haltung und Pflege der Tiere

Entscheidet man sich für die Hühnerhaltung im eigenen Garten, muss man wissen, dass dies einen erheblichen Aufwand mit sich bringt. Hühner müssen täglich gefüttert werden. Als Futter eignet sich Getreide, Grieß, Hafer, Mais und Kraftfutter, welches in einem Trog aufgestellt wird, der trocken und sauber sein muss. Grünfutter kann in einem Netz aufgehängt werden, dadurch wird vermieden, dass die Hühner es zertrampeln. Ansonsten fressen Hühner auch Gras und Käfer im Freigehege.  Zusätzlich muss immer frisches und sauberes Wasser für die Hühner zur Verfügung stehen.

Tipp: Füttert man Hühner zusätzlich mit Kartoffeln und Gerstenmehl, wird das Fleisch besser!

Die gelegten Eier müssen den Hennen täglich weggenommen werden, da sie sonst mit dem Brüten beginnen.

Die Hühnerhaltung eignet sich hervorragend für die private Nutztierhaltung. Man bekommt regelmäßig frische Eier und Fleisch aus eigener, biologischer Herstellung. Die Entscheidung dafür sollte jedoch nicht leichtfertig fallen, da neben Anschaffungskosten für Stall, Zaun und Hühner auch Tierarztkosten und laufende Kosten anfallen. Zudem darf der zeitliche Aufwand nicht unterschätzt werden. Bei wirklichem Interesse kann man sich zunächst über die benötigten Materialien erkundigen, z.B. auf http://www.averde.de/.

Hinweis: Als künftiger privater Nutztierhalter sollte man genau recherchieren, ob irgendwelche Auflagen oder Vorschriften erfüllt sein müssen. Informationen dazu erhält man bspw. beim zuständigen Veterinäramt, bei der Stadt oder dem Tierschutz.

In unseren anderen Artikeln erfahrt ihr etwas über die Haltung von Enten und Ziegen im eigenen Garten.

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2 Antworten

  1. Elli sagt:

    An private Hühnerhaltung zur Fleischversorgung habe ich bisher nur heimlich zu denken gewagt. Wer schlachtet denn die Tiere? Das darf doch bestimmt nicht jeder?

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